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Helfer der Johanniter aus dem Landkreis Schwandorf berichten von "erschreckenden Eindrücken" bei ihrem Flut-Einsatz in Nordrhein-Westfalen. Sie haben in Erftstadt eine Notunterkunft betrieben.

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Schwandorfer Johanniter erleben "erschreckende Eindrücke" in NRW

17 Helfer aus dem Landkreis Schwandorf waren in Nordrhein-Westfalen um beim Flut-Einsatz zu unterstützen. Sie waren über die Zerstörung des Hochwasser schockiert. Der Einsatzleiter Ulrich Pidrmann berichtet im BR Interview:

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Von
  • Marcel Kehrer

Helfer der Johanniter aus dem Landkreis Schwandorf berichten von "erschreckenden Eindrücken" bei ihrem Flut-Einsatz in Nordrhein-Westfalen. 17 Einsatzkräfte haben im vom Hochwasser besonders stark geschädigten Erftstadt eine Notunterkunft betrieben. "Wir hatten etwa 50 bis 70 Betroffene, die ihre Häuser verloren hatten", berichtet Einsatzleiter Ulrich Pidrmann im BR-Interview.

Häuser zerstört, Autobahnen überflutet

Häuser seien teilweise komplett unterspült und zerstört worden. "Man kann sich das gar nicht so vorstellen, wie das alles auf einen wirkt, wenn man das nah sieht, wie Autobahnen überflutet sind, LKWs im Wasser stehen, aber auch die Leute aus den Häusern noch ihre Sachen holen, bis zu den Knien im Schlamm stecken, versuchen irgendwas noch zu bergen." Jeder habe nun Hoffnung auf Hilfe. "Wir hatten extra ein Kriseninterventionstem noch mit im Einsatz, welches sich um Leute gekümmert hat, die schwer angeschlagen waren. Aber das hat sich relativ in Grenzen gehalten", berichtet Pidrmann.

Eindrücke lange noch nicht verarbeitet

Verarbeiten könnten die Menschen das Geschehene angesichts der vielen Arbeit wohl erst später. Die 17 Johanniter aus Schwandorf und Schwarzenfeld haben am Wochenende mit sechs Kollegen aus Nürnberg in einem Gymnasium in Erftstadt eine Notunterkunft betrieben. Nach 24 Stunden wurden sie von anderen Einsatzkräften abgelöst.

Betreuung von Senioren und Palliativ-Wohngruppe

Neben betroffenen Hausbewohnern betreuten die Oberpfälzer auch Gruppen: "Wir hatten 70 Personen aus einem Seniorenheim inklusive der dazugehörigen Pfleger und hatten nochmal in einem anderen Gebäude 25 Personen aus einer Palliativ-Wohngruppe, auch mit Pflegern, welche wir mit Lebensmitteln, Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Hygieneartikeln versorgt haben." Zudem hätten tonnenweise Kleiderspenden sortiert werden müssen, um sie an Betroffene ausgeben zu können. "Das hat natürlich alles sehr viel Arbeitskraft gefordert, auch von unseren Helferinnen und Helfern, die sich sehr gut eingesetzt haben", lobt Pidrmann.

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