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Schwandorf: OB entschuldigt sich für Verstoß bei Impfabfolge | BR24

© Laci Perenyi/picture-alliance

Eine Spritze wird mit Impfstoff aufgezogen (Symbolbild)

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    Schwandorf: OB entschuldigt sich für Verstoß bei Impfabfolge

    Nachdem im städtischen Elisabethenheim in Schwandorf gegen die Impfreihenfolge verstoßen wurde, hat sich OB Feller entschuldigt. Auch wenn betagte Personen bevorzugt wurden: Die Bevorzugung sei "moralisch verwerflich", so Feller wörtlich.

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    Von
    • Thomas Muggenthaler
    • BR24 Redaktion

    Im städtischen Elisabethenheim in Schwandorf war es zu Unregelmäßigkeiten bei der Impfabfolge gekommen. Dafür hat sich Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) am Donnerstagnachmittag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz entschuldigt.

    OB: Verstoß gegen die Priorisierung "moralisch verwerflich"

    Neben Heimbewohnern und Pflegepersonal wurden auch rund 20 Angehörige der Beschäftigten gegen Corona geimpft - entgegen der Impfreihenfolge. Andreas Feller bezeichnete diesen Verstoß gegen die Priorisierung der Impfverordnung als "moralisch verwerflich." Ein Betrug, der strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht, liege hier aber nicht vor, so Feller.

    Geimpfte zwar betagt, aber noch nicht an der Reihe

    Der Oberbürgermeister geht nach aktuellem Kenntnisstand davon aus, dass es sich bei den außerhalb der Abfolge geimpften Personen zwar um alte Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen handelte. Klar sei aber auch, dass diese Personen noch nicht an der Reihe waren. Er wolle den Vorgang jetzt vollständig aufklären und dann die Öffentlichkeit informieren, sagte der Oberbürgermeister.

    Namen auf Listen mehrfach genannt

    Dem Landratsamt war die Unregelmäßigkeit aufgefallen, weil die Nachnamen von Mitarbeitenden mehrfach auf den angegeben Listen vertreten waren. Das Landratsamt verständigte dann die Stadt Schwandorf als Trägerin des Heims sowie die Regierung der Oberpfalz und die Staatsanwaltschaft.

    Laut einem Sprecher des Landratsamtes soll die Heimleitung die Familienangehörigen gegenüber dem Amt als Pflegepersonal ausgegeben haben, um sie so impfen zu lassen.

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