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Schwäbischer Tüftler setzt auf Druckluftspeicher für Ökostrom | BR24

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Georg Tränkl ist eigentlich Fuhrunternehmer. Der Tüfftler arbeitet daneben an einem Druckluftspeicher zur Speicherung von Ökostrom

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Schwäbischer Tüftler setzt auf Druckluftspeicher für Ökostrom

Ein Tüftler will die Verfügbarkeit von Ökostrom mit Hilfe eines Druckluftspeichers lösen. Windkraft oder Solarenergie treibt dafür eine Hydraulik-Anlage an. Batterien für die Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien soll das ersetzen.

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Die Speicherfähigkeit gehört zu den großen Problemen beim Einsatz von Ökostrom, das sieht auch Georg Tränkl aus Freienried so. Der 57-Jährige Tüftler setzt auf eine Hydraulikanlage, die Druckluft in Stahlflaschen speichert. Bei Bedarf entweicht die Druckluft aus den Flaschen und treibt einen Generator an. Strom aus erneuerbaren Energien wäre damit unabhängig von Wind oder Sonne und ohne Batterie verfügbar.

Speicherung von Ökostrom mit Standardbauteilen

Tränkl will mit seinem System einige Probleme gelöst haben, die auch andere Druckluftspeicher-Entwickler beschäftigen. Unter anderem entsteht beim Entweichen der Luft Kälte. Tränkl lässt die Druckluft sehr langsam aus den Flaschen und verhindert damit ein Vereisen der Anlage. Die Verwendung industrieller Standardbauteile für seinen Ökostrom-Speicher soll außerdem die Wartung der Anlage vereinfachen. Tränkl ist überzeugt: "Die Technik ist auf alle Fälle serienreif, ja."

Tränkl klagt über mangelndes Interesse an Druckluftspeicher

Georg Tränkl ist Fuhrunternehmer. Von Berufs wegen kennt er sich deshalb mit Hydrauliksystemen aus. Die Entwicklung des Druckluftspeichers hat er mit drei Freunden aus eigener Tasche finanziert - und die Anlage bereits zum Patent angemeldet. Bislang aber klagt Tränkl über mangelndes Interesse in Deutschland. Aus dem Ausland gebe es Nachfragen und sogar Einladungen. Eine Möglichkeit, seine Batterie-Alternative in Deutschland, vielleicht sogar in Bayern, produzieren zu lassen, sieht Tränkl im Moment dagegen nicht.