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Schwaben rüstet sich für die Hitzewelle | BR24

© BR/Jenny Schack

Sonnenschein und blauer Himmel: In dieser Woche ist in Schwaben heißes Sommerwetter vorhergesagt. Viele freuen sich über das Badewetter. Aber die Hitze kann auch gefährlich werden, vor allem für Kinder und Senioren. Stichwort: Flüssigkeitsverlust.

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Schwaben rüstet sich für die Hitzewelle

Sonnenschein und blauer Himmel: In dieser Woche ist in Schwaben heißes Sommerwetter vorhergesagt. Viele freuen sich über das Badewetter. Aber die Hitze kann auch gefährlich werden, vor allem für Kinder und Senioren. Stichwort: Flüssigkeitsverlust.

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In dieser Woche gibt das Pflegepersonal im Wahl-Linderschen Altenheim in Günzburg besonders acht: Der Wetterdienst warnt vor Hitze – und die wird gerade älteren Menschen zu schaffen machen. Heimleiterin Eva Schmid hat die Warnung ausgedruckt und ans Bord gehängt, kühle Getränke stehen auch schon bereit: „Wir sagen zu jedem Bewohner: Es wird heute heiß. Bitte vergessen Sie das Trinken nicht.“

Gefahr für die Gesundheit

Hitzewellen sind gefährlich: Aus Untersuchungen weiß man, dass insgesamt wesentlich mehr Menschen sterben, wenn die Temperatur über 35 Grad liegt. Diese Woche soll es bis zu 40 Grad heiß werden. Bei diesen Temperaturen sollte man viel trinken, leichte Gerichte essen und die Mittagshitze meiden.

Auf Abkühlung achten

Auch wichtig: Abkühlung. In diesen Tagen steigt die Nachfrage nach Ventilatoren und Klimageräten – etwa in einem Günzburger Elektronik-Markt. Laut Geschäftsführer Alex Mast greifen vor allem Menschen mit Dachwohnungen zu: „Da kann man es mittlerweile bei dem Wetter nicht mehr aushalten ohne Klimagerät.“ Wer keinen Ventilator oder eine Klimaanlage hat, der sollte möglichst früh lüften und anschließend die Fenster verdunkeln.

Unterricht im Freien

Das versucht man auch an der Montessori-Schule in Günzburg. Rektorin Julia Deutsch kann - anders als früher - nicht einfach Hitzefrei geben. „Wenn man merkt, dass die Kinder nicht mehr können, dann ist es bei uns einfach so: Raus aus dem Gebäude, raus in den schönen, schattigen Schulhof.“ Im Zweifel wird dann gespielt statt gelernt: „In so einer Woche geht dann einfach nichts mehr.“ Was geht: Baden gehen. Die Stadt Günzburg hat den Schulen erlaubt, kostenfrei das Waldbad zu besuchen.

Pflanzen nicht vergessen

Nicht nur die Menschen kämpfen mit der Hitze, sondern auch die Pflanzen. Darauf machen Augsburger Naturschützer von der Baum-Allianz aufmerksam. Mit dem Slogan „Gieß' mich, sonst sterb' ich“ fordern sie die Bürger der Stadt dazu auf, sich um die Bäume vor ihrer Haustüre zu kümmern. „Wer regelmäßig ein paar Eimer Wasser an den Stamm gießt, sichert so das Überleben des Baumes und sorgt für eine grüne und lebenswerte Stadt“, erklärt Susanne Altmann von der Baum-Allianz. Ein Straßenbaum benötigt laut Altmann je nach Größe täglich neun bis 14 Liter Wasser.