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Schutz vor Angriffen: Bodycams für die Polizei in der Oberpfalz | BR24

© BR/Sebastian Wintermeier

Die Bodycam ist ab sofort auch bei der oberpfälzer Polizei im Einsatz.

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    Schutz vor Angriffen: Bodycams für die Polizei in der Oberpfalz

    Die Polizei in der Oberpfalz setzt ab sofort sogenannte Bodycams ein. Die Kameras sollen Polizisten bei gefährlichen Einsätzen vor Angriffslustigen schützen. Zuletzt war die Zahl der Gewalttaten gegen Beamte stark gestiegen.

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    Das Polizeipräsidium Oberpfalz hat am Dienstagvormittag die Bodycam als neues Einsatzmittel für seine Polizeibeamten vorgestellt. Die Kamera an der Uniform soll ab sofort gefährliche Einsatzsituationen aufzeichnen und so potentielle Angreifer abschrecken.

    Immer mehr Gewalt gegen Polizisten

    Hintergrund der neuen Technik ist die ansteigende Gewalt gegen Polizeibeamte. Allein im Jahr 2018 habe es nach Angaben der Polizei in der Oberpfalz 647 Angriffe auf Polizisten gegeben. Das waren 40 mehr, als noch im Vorjahr. Damit sei ein neuer Höchststand erreicht worden, sagt der Polizeipräsident der Oberpfalz Norbert Zink. Der Einsatz der Bodycams soll sich ausschließlich auf "gefährliche Orte" und "kritische Einsatzorte" beschränken, so die Polizei. Laut einer wissenschaftlichen Analyse könnten die Kameras einen großen Beitrag zur Sicherheit der Polizisten leisten. Sie würde die Chancen erhöhen, Einsätze ohne Eskalation zu bewältigen.

    Aufzeichnungen regelmäßig gelöscht

    Die Kameras sollen mit deutlichen Hinweisschildern „VIDEO/AUDIO“ gekennzeichnet werden. Aktivierung und Aufzeichnung werden mit farbigen LEDs, einem akustischen Signal und vom Beamten selbst angekündigt. Regelmäßig würden die Aufzeichnungen gelöscht. Seit Ende Juli wurden nach Angaben des Polizeipräsidiums 111 Bodycams für die Polizei in der Oberpfalz ausgeliefert.

    In Niederbayern wird die Technik bereits seit Juli eingesetzt.