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Seit dieser Woche gilt die FFP2-Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Personennahverkehr. Wer "mal schnell" eine solche Maske braucht, bekommt die ab sofort auch an den Zigarettenautomaten einer Firma aus Gerolzhofen im Lkr. Schweinfurt.

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Schutz statt Qualm: FFP2-Masken aus dem Zigarettenautomaten

Seit dieser Woche gilt die FFP2-Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Personennahverkehr. Wer "mal schnell" eine solche Maske braucht, bekommt die ab sofort auch an den Zigarettenautomaten einer Firma aus Gerolzhofen im Lkr. Schweinfurt.

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Von
  • Norbert Steiche
  • BR24 Redaktion

Geld rein, Knopf drücken und schon fällt eine Schachtel ins Ausgabefach. Normalerweise bekommt man in den Automaten der Firma Wolf aus Gerolzhofen im Landkreis Schweinfurt Zigaretten. Jetzt gibt es dort aber auch ein Produkt zu kaufen, das den Nutzer vor Erkrankungen der Lunge schützen soll: nämlich FFP2-Masken.

Firma aus Gerolzhofen hat 10.000 FFP2-Masken auf Lager

Laut Menas Wolf, dem Prokuristen bei Wolf Tabakwaren, wurde in den Automaten extra ein Schacht frei gemacht. So kann sich jeder "mal schnell" eine FFP2-Maske ziehen, wenn er eine benötigt. 10.000 FFP2-Masken hat der Großhändler auf Lager. Verpackt sind die Masken in neutralen Kartons, die eigentlich für Kautabak geordert wurden.

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Seit dieser Woche gilt die FFP2-Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Personennahverkehr. Wer "mal schnell" eine solche Maske braucht, bekommt die ab sofort auch an den Zigarettenautomaten einer Firma aus Gerolzhofen (Lkr. Schweinfurt).

Zigarettenautomat ist nicht an Öffnungszeiten gebunden

Die Masken aus dem Zigarettenautomaten sind etwas teurer als im Geschäft, eine kostet immerhin fünf Euro. Aber gerade auf dem Land sieht Menas Wolf jetzt eine größere Nachfrage. Die Automaten seien nicht an Öffnungszeiten von Apotheken oder Drogerien gebunden, sagt der Automatenfachmann. "Dadurch dass es auf dem Land kaum noch Lebensmittelläden oder Tankstellen gibt, sind wir in manchen Gegenden die einzige Verkaufsstelle für diese Masken", so Wolf. Problematisch sei eher, dass Nichtraucher nicht wüssten, wo die Automaten stehen.

Die Firma aus Gerolzhofen unterhält rund 16.000 Zigarettenautomaten in ganz Franken, in Thüringen, Sachsen und in Teilen von Baden-Württemberg und Hessen.

Wegen Lockdown: Weniger Zigaretten verkauft

Als der erste Lockdown kam, brachen rund 30 bis 40 Prozent des Umsatzes aus dem Zigaretten-Verkauf weg. Nicht weil weniger geraucht wurde, sondern weil viele Automaten in Gaststätten aufgehängt sind und in Lockdown-Zeiten geschlossen bleiben. Deshalb musste die Firma neue Verkaufsfelder finden.

"Wir haben überlegt, wie wir das Ganze auch als Chance nutzen können. Mit den Automaten haben wir viele Verkaufspunkte. Die FFP2-Masken haben wir schon länger auf Lager – und können jetzt auf die neue Maskenpflicht reagieren", erklärte Wolf.

Hintergrund: FFP2-Maskenpflicht in Bayern

Seit dieser Woche gilt in Bayern die FFP2-Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Personennachverkehr. Ab nächster Woche werden sogar Bußgelder fällig, wenn man keine solche Maske trägt.

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In einer Schachtel sind zwei FFP2-Masken.

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