BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Schuster lobt Marx' Einsatz für christlich-jüdischen Dialog | BR24

© picture-alliance/dpa

Josef Schuster

Per Mail sharen
Teilen

    Schuster lobt Marx' Einsatz für christlich-jüdischen Dialog

    Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hat den Einsatz von Kardinal Reinhard Marx für das christlich-jüdische Verhältnis gewürdigt. Marx hatte angekündigt, nicht wieder für den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz zu kandidieren.

    Per Mail sharen
    Teilen

    "Kardinal Marx hat sich mit viel Herzblut für den christlich-jüdischen Dialog eingesetzt und dazu beigetragen, das Vertrauen zwischen Katholiken und Juden weiter zu festigen". Mit diesen Worten hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, die Arbeit von Kardinal Reinhard Marx gelobt. Dieser hatte heute angekündigt, sich von der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz zurückzuziehen. Marx habe stets "klare Kante gegen Antisemitismus gezeigt und sich der Verantwortung der Katholischen Kirche für den über Jahrhunderte gepredigten Antijudaismus angenommen", betonte Schuster.

    Schuster bedauert Marx' Entscheidung

    Dem Kardinal sei die Erinnerung an die Schoah und die "Verantwortung, die heute für uns daraus erwächst", ein wichtiges Anliegen gewesen. "Dies machte er beispielsweise bei der Podiumsdiskussion des Zentralrats der Juden in Würzburg zum 80. Jahrestag der Pogromnacht unmissverständlich deutlich." Schuster erklärte, er bedauere, dass Marx nicht mehr als Vorsitzender der Bischofskonferenz kandidieren werde. "Ich blicke gerne zurück auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünsche Kardinal Marx für seine zukünftigen Aufgaben alles Gute und Gottes Segen."

    Wunsch nach guter Zusammenarbeit zwischen Bischofskonferenz und Zentralrat

    Zugleich hoffe er auch zukünftig auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Zentralrat und der Bischofskonferenz. Marx hatte mitgeteilt, er stehe nicht für eine zweite Amtszeit an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz zur Verfügung. "Meine Überlegung ist, dass ich am Ende einer möglichen zweiten Amtszeit 72 Jahre alt wäre, und dann auch das Ende meiner Aufgabe als Erzbischof von München und Freising nahe sein wird", heißt es in einem Brief von Marx. "Ich finde, es sollte die jüngere Generation an die Reihe kommen." Kardinal Marx ist 66 Jahre alt.