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Schulstart nach Lockdown: Grundschüler lernen in Turnhalle | BR24

© BR/ Jürgen Gläser

Zum ersten Mal in diesem Jahr setzen die meisten bayerischen Schüler wieder einen Fuß in ihre Schule. Doch die Corona-Pandemie und entsprechende Regeln bleiben präsent. In Burgsinn sind die Grundschüler aus ihren Klassenzimmern deshalb umgezogen.

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Schulstart nach Lockdown: Grundschüler lernen in Turnhalle

Zum ersten Mal in diesem Jahr setzen bayerische Grundschüler wieder einen Fuß in ihre Schule. Doch die Corona-Pandemie und entsprechende Regeln bleiben präsent. In Burgsinn sind die Grundschüler aus ihren Klassenzimmern deshalb umgezogen.

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Von
  • Jürgen Gläser
  • Katja Ortlauf
  • Julia Dechet

Nach wochenlangem Homeschooling dürfen die Grundschüler seit heute wieder in die Schule gehen – auch in Unterfranken. Das gilt zum Beispiel für die Städte Würzburg, Schweinfurt und Aschaffenburg sowie für die Landkreise Kitzingen, Main-Spessart, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und Würzburg.

Eltern brachten die Turnhalle ins Gespräch

An der Sinngrundschule in Burgsinn im Landkreis Main Spessart kann die erste und die vierte Grundschulklasse sogar komplett zum Unterricht erscheinen. Schulleiter Michael Meisenzahl nutzt dazu die örtliche Mehrfachturnhalle: das Foyer und einen Teil der Turnhalle selbst. Dort ist so viel Platz, dass alle Schüler den Mindestabstand von 1,5 Meter zueinander einhalten können. "Die Eltern haben uns gefragt, ob das nicht möglich wäre", so Meisenzahl. Jedes Kind hat einen eigenen Tisch, der mindestens 1,50 Meter vom Nachbartisch entfernt steht. "Ich finde es cool, da ich meine ganzen Freunde wieder sehe", sagt ein Schüler aus der vierten Klasse. Allerdings sei Unterricht im Klassenzimmer "besser", da man dann einen direkten Nachbarn habe.

Schulleiter: Onlineunterricht war nur ein müder Ersatz

Für die erste Klasse in Burgsinn wurde im Foyer der Turnhalle ein "Klassenzimmer" eingerichtet. Die Eltern sind froh, dass der Präsenzunterricht wieder startet: "Super, es freut mich total für das Kind und für uns Muttis, dass die Kinder wieder in die Schule können", so die Mutter eines Kindes der ersten Klasse. Das Homeschooling in den letzten sechs Wochen sei "ein Auf und Ab" gewesen. Auch Schulleiter Michael Meisenzahl strahlt: "Es ist ein tolles Gefühl, endlich sich Schülerstimmen im Schulhaus. Ich bin selber auch im Onlineunterreicht gewesen und das ist natürlich nur ein müder Ersatz für den richtigen Unterricht."

Wechselunterricht bei den zweiten und dritten Klassen

Die zweiten und dritten Klassen sind in Burgsinn im Wechselunterricht. Hier wechseln die Kinder täglich zwischen Homeschooling und Präsenzunterricht. Die Abschlussklasse der Mittelschule Burgsinn durfte heute ebenfalls geschlossen zum Unterricht erscheinen, da das Klassenzimmer groß genug ist, um die Abstandsregel einzuhalten.

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