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Schulstart nach den Herbstferien: Welche Corona-Regeln gelten? | BR24

© dpa-Bildfunk/Jonas Güttler

Ab Montag gilt an allen Schulen in Bayern eine Maskenpflicht im Unterricht.

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Schulstart nach den Herbstferien: Welche Corona-Regeln gelten?

Die Herbstferien sind vorbei und die Schulen in Bayern öffnen wieder, allerdings mit neuen Corona-Regel: Für alle gilt eine Maskenpflicht im Unterricht und künftig entscheiden die Gesundheitsämter am Ort, ob eine Schule geöffnet bleiben kann.

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Von
  • Judith Hilebrand
  • BR24 Redaktion

Schulen und Kitas müssen so lange wie möglich geöffnet sein, das ist die Devise der bayerischen Staatsregierung. Mit Maske und unter Hygiene-Auflagen sollen möglichst alle Kinder in den Präsenzunterricht.

Maskenpflicht gilt an allen Schulen auf dem gesamten Schulgelände

Für alle Schüler gilt nach den Herbstferien Maskenpflicht am Platz. Auch an Grundschulen müssen Lehrerinnen und Lehrer sowie alle Schülerinnen und Schüler auf dem gesamten Schulgelände und während des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Das gilt unabhängig von der Zahl der Corona-Neuinfektionen. Die Ausnahmeregelung, die für Münchner Grundschulen galt, wurde am Sonntag von der Regierung von Oberbayern und vom bayerischen Gesundheitsministerium gekippt.

Schülergruppen sollen nicht durchmischt werden

Im Schulalltag gelten, wie sonst auch, die generellen Hygieneregeln: Regelmäßiges Händewaschen und Abstandhalten wo immer möglich. Sofern die Rahmenbedingungen es zulassen, sollen Schülergruppen möglicht unter sich bleiben und sich nicht mit anderen Gruppen mischen.

Um die Corona-Warn-App zu nutzen, dürfen Schülerinnen und Schüler ihr Smartphone auf dem Schulgelände und während des Unterrichts eingeschaltet lassen. Neben der generellen Maskenpflicht und den Hygieneregeln soll die Ansteckungsgefahr durch regelmäßiges Lüften verringert werden.

Das bayerische Kultusministerium empfiehlt, die Klassenzimmer alle 45 Minuten für mindestens fünf Minuten zu lüften. Wird im Unterricht gesungen, müssen die Unterrichtsräume alle 20 Minuten für zehn Minuten gelüftet werden.

Wann muss eine Klasse in Quarantäne?

Wird ein Schüler oder eine Schülerin positiv auf das Coronavirus getestet, wird die gesamte Klasse für vierzehn Tage vom Unterricht ausgeschlossen und eine Quarantäne angeordnet. Auch eine positiv getestete Lehrkraft darf nicht mehr unterrichten und muss sich in Quarantäne begeben. Ob weitere Lehrer oder Schüler getestet werden, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt je nach Einzelfall.

Tritt ein Covid-19 Fall in einer Abschlussklasse auf, so wird die gesamte Klasse, beziehungsweise der gesamte Abschlussjahrgang, getestet. Für eine anstehende Abschlussprüfung dürfen Schülerinnen und Schüler die Quarantäne unter besonderen Hygienemaßnahmen unterbrechen.

Homeschooling: Wann wird die Schule geschlossen?

Anders als bisher soll es auch in Corona-Hotspots keine automatische Umstellung von Präsenzunterricht auf Homeschooling geben. Einzelne, betroffene Schulen sollen auf Distanzunterricht wechseln, wenn es das Infektionsgeschehen fordert.

Der bisherige Drei-Stufen Plan der Staatsregierung für Bayerns Schulen ist damit praktisch außer Kraft gesetzt. Laut diesem sollten eigentlich ab einem Inzidenzwert von 50 Klassen in der Regel geteilt werden. Schon in den vergangenen Wochen war diese Vorgabe allerdings praktisch nicht umgesetzt worden. Nun sollen also die örtlichen Gesundheitsämter entscheiden dürfen, ob Schulen geöffnet bleiben oder nicht.

© BR

Das RKI meldet über 16.000 Neuinfektionen. Am Freitag wurde die Schwelle von 20.000 überschritten. Vor einem Dreivierteljahr wurde der erste Covid-19-Patient in Bayern behandelt. Seitdem konnten neue Erkenntnisse über das Virus gesammelt werden.

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