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Schulstart mit Maske: "Das ist kein normaler Unterricht" | BR24

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Schulstart mit Maske: "Das ist kein normaler Unterricht"

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Schulstart mit Maske: "Das ist kein normaler Unterricht"

"Lernen trotz Corona: Wie geht es weiter an Bayerns Schulen?" Mit dieser Frage hat sich einen Tag nach Schulanfang die "Münchner Runde" im BR Fernsehen beschäftigt. Ein wichtiges Thema war natürlich die Maske im Unterricht.

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Simone Fleischmann vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband hat in der Münchner Runde im BR Fernsehen deutlich gemacht, was Schulunterricht mit Maske bedeutet. Bayerns Kultusminister Michael Piazolo lobte die Kooperationsbereitschaft der bayerischen Schüler.

"Das Ding will eigentlich keiner. Aber es nützt ja nichts", sagte Fleischmann. Unterricht mit Maske sei kein normaler Unterricht, weil das entscheidende Element der Begegnung fehle. So wie derzeit unterrichtet werden müsse, sei "old school" und entspreche keinesfalls der modernen Pädagogik, so Fleischmann. Fleischmann zeigt Verständnis für die Maßnahme, machte aber klar, dass Unterricht mit Maske belastend sei für Schüler und Lehrer.

Piazolo: "Die meisten Schüler wollen die Maskenpflicht"

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo lobte die bayerischen Schülerinnen und Schüler für ihre Kooperationsbereitschaft. Beim Schulgipfel habe er den Eindruck gewonnen, dass die meisten Schüler die Maskenpflicht wollen und bereit sind, sie umzusetzen. Außerdem verteidigte Piazolo die bayerische Regierung. Man treffe sämtliche Entscheidungen in Abstimmung mit Ärzten und Virologen.

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In der Münchner Runde kritisierten viele angebliche Widersprüche bei den Hygiene-Maßnahmen an Schulen. Warum sind sie strenger als im Gasthaus - und wieso gelten im Unterricht und im Hort nicht die gleichen Regeln?

Virologe: "Schüler brauchen Zeit"

Der Münchner Virologe Oliver Keppler plädierte dafür, den Schülern Zeit zu geben. Auch in den Kliniken habe es bei Einführung der Maskenpflicht einzelne Personen gegeben, die sich nicht daran gehalten hatten. Dies habe sich jedoch mit der Zeit eingespielt. Insgesamt stelle er fest, es sei viel positiver Wille bei den Schülern vorhanden.

Mutter: Luftfilter in den Klassenzimmern wären gut gewesen

Andrea Reif, Unternehmerin und selbst Mutter von schulpflichtigen Kindern, warf der bayerischen Staatsregierung vor, zu wenig zu unternehmen. Sie ist der Meinung, an den Schulen hätte man beispielsweise Luftfilter zum Herausfiltern der Aerosole einbauen müssen.

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Beim Unterricht mit Maske fehle die Begegnung und das offene Miteinander, sagt BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann. Der derzeitige Unterricht sei ziemlich "old-school" und widerspreche der modernen Pädagogik. "Aber das müssen wir durchziehen."

Schülerin mahnt Mitschüler zur Vernunft

Die Nürnberger Schülerin Fabia Klein zeigte sich in der Münchner Runde enttäuscht über ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Viele würden die Maske nicht ordnungsgemäß tragen. Ihrer Ansicht nach fehlt es diesbezüglich auch an klaren Anweisungen. Außerdem klagte die Elft-Klässlerin darüber, dass sich beispielsweise alle in dieselbe U-Bahn quetschen würden, anstelle zu warten und den nächsten Zug zu nehmen.

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