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Schulstart in Niederbayern und Oberpfalz - mit Blick auf die 100 | BR24

© BR/Zara Kroiß

Ab Montag gibt es an vielen Schulen in Niederbayern und der Oberpfalz wieder Präsenz- und Wechselunterricht - aber nur in Landkreisen, in denen die Inzidenz unter 100 liegt. Teils ist das erst seit kurzem der Fall.

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Schulstart in Niederbayern und Oberpfalz - mit Blick auf die 100

Ab Montag gibt es an vielen Schulen in Niederbayern und der Oberpfalz wieder Präsenz- und Wechselunterricht - aber nur in Landkreisen, in denen die Inzidenz unter 100 liegt. Teils ist das erst seit kurzem der Fall.

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Von
  • Zara Kroiß
  • Renate Roßberger
  • Margit Ringer
  • BR24 Redaktion

In den niederbayerischen Landkreisen Deggendorf, Rottal-Inn, Regen und Freyung-Grafenau sowie den Oberpfälzer Kreisen Cham und Schwandorf wird in Schulen ab Montag teilweise wieder der Präsenz- oder Wechselunterricht zugelassen.

Die Lage war in diesen Landkreisen bis zuletzt kritisch, da der Sieben-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner erst seit kurzem unter dem Richtwert 100 liegt. Und nur Landkreise und kreisfreie Städte, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 100 nicht überschreitet, dürfen ab Montag für Grundschulen (Jahrgangsstufe 1 bis 4), Abschlussklassen sowie Förderschulen den Wechsel- oder Präsenzunterricht mit Mindestabstand zulassen.

Entscheidungsgrundlage: Tendenz des Inzidenzwertes zählt

Für die Entscheidung bewerten die Städte und Landkreise nun aber auch die Tendenz des Inzidenzwertes. So wie der Landkreis Rottal-Inn: Hier liegt seit Mittwoch der Sieben-Tage-Inzidenzwert unter 100 - am Freitag bei knapp 89. Wie das Landratsamt bekannt gab, zeichne sich derzeit jedoch keine Tendenz ab, dass der Wert in den kommenden Tagen wieder überschritten wird, weshalb die Klassen ab Montag öffnen werden.

Landrat: "Infektionslage macht Schritt möglich"

Dies gelte auch, so das Landratsamt weiter, wenn nun wider Erwarten der Inzidenzwert am Wochenende doch wieder über 100 gehen sollte: Die Einrichtungen haben dann dennoch am Montag geöffnet.

Landrat Michael Fahmüller (CSU) freut sich auf die schrittweise Öffnung: "Da die derzeitige Infektionslage diesen Schritt nun endlich möglich macht, will ich den betroffenen Kindern auf jeden Fall den Besuch von Schulen und Kitas ermöglichen."

Landkreis Schwandorf nur knapp unter Grenzwert

Den kritischsten Wert mit Blick auf die Marke 100 weist derzeit der Landkreis Schwandorf auf: Er liegt knapp darunter, bei 98,7. Trotzdem sollen die Schulen hier ab Montag wieder öffnen. Man rechne am Wochenende mit sinkenden Zahlen, weshalb man davon ausgehe, dass auch hier der Präsenz- oder Wechselunterricht für betroffene Klassen möglich sein werde, so das Landratsamt auf BR-Anfrage.

Strenge Hygienevorschriften bei Schulöffnungen

Auch die Landkreise Deggendorf (88,7), Cham (79,7), Regen (67,2) und Freyung-Grafenau (81,7) haben - Stand 19. Februar, 11 Uhr - vor, für Grundschulen, Abschlussklassen und Förderschulen am Montag den Wechsel- oder Präsenzunterricht wieder einzuführen. Auch sie liegen seit kurzem erst wieder unter einem Sieben-Tages-Inzidenzwert von 100.

In den Schulen gelten dann strenge Hygienemaßnahmen. Für Lehrer wird das Tragen von medizinischen Masken verpflichtend eingeführt.

Zuversicht in Straubing-Bogen und Amberg-Sulzbach

Die Landkreise Straubing-Bogen und Amberg-Sulzbach liegen die Inzidenzwerte derweil schon seit Wochen unterhalb der 100er-Marke. Deshalb gehören sie zu den Kreisen, die fest damit rechnen, dass am Montag für Grundschüler, Abschlussjahrgänge der beruflichen Schulen, Real- und Mittelschulen sowie Kinder und Jugendliche der entsprechenden Stufen an Förderschulen der Präsenzunterricht wieder beginnt. Wenn in Klassenräumen der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden kann, für alle Schülerinnen und Schüler der Klasse; wenn nicht, für getrennte Gruppen, je nach Schule tage- oder wochenweise.

Parallel zu den Schulen ist auch der Betrieb von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen mit entsprechendem Schutz- und Hygienekonzept möglich.

Keine Öffnungen im Landkreis Neustadt an der Waldnaab

Im Landkreis Neustadt an der Waldnaab bleiben auch in der kommenden Woche die Kindergärten und Schulen geschlossen. Das hat das Landratsamt am Freitagmorgen mitgeteilt. Auch Abiturienten und Abschlussschüler in Berufsschulen werden in der kommenden Woche weiterhin aus der Distanz unterrichtet.

Der Grund: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in den vergangenen Tagen wieder angestiegen, aktuell liegt sie bei 133 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen. Und: Die Infektionen verteilen sich laut einer Sprecherin des Landratsamtes diffus im ganzen Landkreis und über alle Altersstufen. In etwa einem Drittel der Infektionen bestehe der Verdacht auf die britische Mutation.

Landkreis Tirschenreuth weit von niedriger Inzidenz entfernt

Auch in der Stadt Weiden steigen die Infektionen weiter an. Hier lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag laut Robert-Koch-Institut bei 189. Und bislang gab es noch keine Entscheidung zur Öffnung von Schulen und Kindergärten.

Im Landkreis Tirschenreuth bleiben die Schulen und Kindergärten bis auf Weiteres geschlossen. Im Hotspot Nummer eins in Deutschland lag die 7-Tage-Inzidenz Stand Freitag, 0 Uhr, bei 319. Eine Inzidenz von 35 oder 50 sei überhaupt nicht absehbar in der kommenden Zeit im Landkreis, sagte Landrat Roland Grillmeier (CSU).

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