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Der Landkreis Freyung-Grafenau hat laut Robert-Koch-Institut den höchsten Inzidenzwert in ganz Deutschland. Trotzdem bleiben Kitas und Schulen offen.

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Schulen in Corona-Hotspot Freyung-Grafenau bleiben offen

Auch wenn der Landkreis Freyung-Grafenau heute den bundesweit höchsten Corona-Inzidenzwert aufweist, bleiben Schulen und Kitas offen. Das hat Landrat Sebastian Gruber (CSU) nach Rücksprache mit Vertretern von Schulamt und Schulen bekannt gegeben.

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Von
  • Katharina Häringer
  • BR24 Redaktion

Der Landkreis Freyung-Grafenau hat laut Robert-Koch-Institut mit 385,4 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen den höchsten Inzidenzwert in ganz Deutschland. Trotzdem bleiben Kitas und Schulen offen, heißt es aus dem Landratsamt. Die Schulleiter unterstützen den Plan des Landrats Sebastian Gruber (CSU), am Präsenzunterricht festzuhalten.

Schulschließungen nicht vorgesehen

Der Landrat hielt heute Rücksprache mit Vertretern des Schulamts sowie Rektorinnen und Rektoren. Dabei war man sich offenbar einig. Die Schulen seien keine Hotspots. Nach Zahlen vom vergangenen Donnerstag sind 0,5 Prozent aller Grund- und Mittelschüler im Landkreis infiziert und 4,3 Prozent der Grund- und Mittelschüler in Quarantäne. Eine Umstellung von Präsenz- auf Distanzunterricht ist derzeit deshalb nicht vorgesehen, so das Landratsamt.

Zum Vergleich: Im Berchtesgadener Land wurden im Oktober Schulen geschlossen, als die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 272,8 lag. Auch der Landkreis Traunstein reagiert prompt auf die hohe Inzidenzzahl von 340,63, die am Sonntag festgestellt wurde. Dort wird wegen des hohen Wertes und wegen des diffusen Infektionsgeschehens in etlichen Schulklassen wieder komplett auf Distanzunterricht umgestellt. Die Anordnung gilt vorläufig bis zum 4. Dezember.

Landratsamt will Bundesvorgaben abwarten

"Schulen und Kitas sollen so lange wie möglich offenbleiben. Das ist politischer Wille. Und an den Schulen im Landkreis Freyung-Grafenau ist das auch vertretbar." Karl Matschiner, Landratsamts-Pressesprecher

Man beobachte, was für staatliche Verschärfungen heute von Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten angekündigt würden und hoffe, dass diese Verschärfungen dann auch im Landkreis Freyung-Grafenau dazu führten, dass die Zahlen zurückgehen.

Bundeswehr unterstützt Gesundheitsamt

Die Mitarbeiter des Gesundheitsamts sehen sich unterdessen nicht mehr in der Lage, Kontakte zeitnah abzutelefonieren. Ab morgen sollen sie zehn Einsatzkräfte der Bundeswehr dabei unterstützen.

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Der niederbayerische Landkreis Freyung-Grafenau ist zurzeit DER Corona-Hotspot in Deutschland. Dafür gibt es aber nach Angaben der Behörden keine eindeutige Ursache.

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