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Bildrechte: pa/dpa/Peter Kneffel

Auch Schülerinnen und Schüler unter 15 Jahren können sich künftig einmal pro Woche direkt in der Schule auf Corona testen lassen. Sofern die Schule dies anbieten will. Das haben Kultusminister Piazolo und Gesundheitsminister Holetschek angekündigt.

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Schulen: Corona-Selbsttests künftig auch für Jüngere

Schon bald sollen sich in Bayern auch Schülerinnen und Schüler unter 15 Jahren selbst auf Corona testen können, vor dem Unterricht und direkt in der Schule. Ab wann genau und an welchen Schulen, ist aber offen - die Opposition übt Kritik.

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Von
  • Maximilian Heim
  • Peter Kveton

Künftig sollen sich in Bayern auch Schülerinnen und Schüler unter 15 Jahren selbst auf eine Corona-Infektion testen können - einmal wöchentlich, vor Unterrichtsbeginn direkt in der Schule, unter Anleitung und Aufsicht. Das kündigten Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch beim Besuch einer Grundschule in München an.

Piazolo betont: Selbsttests sind freiwillig

Bislang waren die neuen Corona-Selbsttests lediglich für Lehrkräfte sowie für Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren vorgesehen. Nun habe man sich darauf verständigt, das auszuweiten, erklärten die Minister. Das Rote Kreuz und andere Organisationen sollen demnach bei den Tests helfen. Losgehen wird es laut Piazolo aber nicht überall schon am kommenden Montag, also mit der anstehenden Ausweitung des Wechselunterrichts im Freistaat.

Das Selbsttest-Angebot solle aber grundsätzlich freiwillig sein, betonte Piazolo, auch für die einzelnen Schulen, "wenn die Schule sagt, wir kriegen das jetzt nicht hin". Schülerinnen und Schüler über 15 sollen sich zu Hause oder in der Schule testen können.

Grüne: Wie umgehen mit positivem Selbsttest?

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Christina Haubrich begrüßt die zusätzlichen Tests. Sie fordert aber, dass umgehend geklärt wird, "wie mit einem positiven Selbsttest umzugehen ist". Derweil plädiert die SPD-Abgeordnete Simone Strohmayr dafür, die Tests ganz in die Schulen zu verlagern.

Die AfD im Landtag wiederum befürchtet, dass die ständigen Schnelltests zu Dauer-Psychosen bei den Schülern führen. Und Matthias Fischbach von der Landtags-FDP kritisiert, für vergangene Woche sei die Auslieferung von einer Million Tests an die Schulen angekündigt worden. An den allermeisten Schulen seien die Tests aber noch nicht angekommen. "Dennoch heißt es jetzt: Mit diesen quasi noch nicht vorhandenen Tests, können auch Unter-15-Jährige unter Aufsicht von dafür eigentlich noch nicht bereitgestelltem Personal getestet werden."

Söder: "Genug Schnelltests für Schule und Kita"

Bayern habe "genug Schnelltests für Schule und Kita", betonte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zuletzt. Laut ihm sollen die Tests Sicherheit für Lehrkräfte, Schüler und Familien schaffen. Allerdings gibt es von verschiedenen Seiten auch Kritik an den Plänen - etwa weil ein Test wöchentlich keine Gewissheit für die ganze Woche gibt.

Die Staatsregierung erwägt auch, in sogenannten Corona-Hotspots mit einem Inzidenzwert über 100 Präsenzunterricht für Schüler zu ermöglichen, die unmittelbar an jedem Schultag negativ getestet werden. Allerdings war bisher nur von einem möglichen "Pilotprojekt" die Rede.

mit Informationen von dpa

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