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Schulen für Afrika: Donau-Rieser Projekt startet deutschlandweit | BR24

© picture-alliance/dpa/Mika Schmidt

Bildung für Kinder in Afrika - das Donau-Rieser Projekt ist ein voller Erfolg (Symbolbild)

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Schulen für Afrika: Donau-Rieser Projekt startet deutschlandweit

Es war die Idee des Donau-Rieser Landrats Stefan Rößle. Gemeinden sollen Geld sammeln, um Schulen in Afrika zu bauen. Rößle wollte damit etwas gegen die Fluchtursachen tun - und war damit sehr erfolgreich. Jetzt wird daraus ein bundesweites Projekt.

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Ein Projekt aus dem Landkreis Donau-Ries macht Schule – im wahrsten Sinne des Wortes. Aus der Idee, im gesamten Landkreis Spenden für zehn Schulen in Afrika zu sammeln, wird nach eineinhalb Jahren heute ein bundesweites Projekt unter der Schirmherrschaft von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU).

Donau-Rieser Landrat will Fluchtursachen bekämpfen

Der Donau-Rieser Landrat Stefan Rößle (CSU) wollte nach der Flüchtlingskrise etwas gegen die Fluchtursachen in Afrika tun. Seine Idee: Gemeinden, Vereine, Firmen und Privatleute sollten Spenden sammeln, um zehn Schulen in Afrika zu finanzieren.

Sportwagen verkauft - für Schulen in Afrika

Den Anfang machte der Landrat selbst, er verkaufte seinen Sportwagen und finanzierte die erste Schule. Mittlerweile war Rößle selbst schon bei zwei Schuleinweihungen in Namibia und Malawi vor Ort.

Großer Erfolg des Schul-Projekts

Das Projekt wurde im Landkreis zum großen Erfolg. Für zehn Schulen ist schon das Geld zusammen. Sie sind schon fertig oder werden gerade noch gebaut. 16 weitere Schulen sind in Planung und damit ist das eigene Ziel längst übertroffen.

1.000 Schulen in Entwicklungsländern sollen entstehen

Von der Begeisterung im Landkreis Donau-Ries ließen sich die kommunalen Spitzenverbände in Deutschland anstecken. In einer Gemeinschaftsinitiative wollen nun der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund 1.000 Schulen in Entwicklungsländern in aller Welt auf den Weg bringen.

Gute Schulen in Afrika kosten vergleichsweise wenig

Wie im Donau-Ries sollen bundesweit Privatleute, Firmen, Vereine und Kommunen Spenden sammeln. Partner der Aktion ist die Stiftung „Fly & Help“. Sie soll sicherstellen, dass die Projekte vor Ort ordnungsgemäß umgesetzt werden und danach der Schulbetrieb reibungslos läuft. Laut Landrat Rößle kostet die Versorgung eines minderjährigen Flüchtlings in Deutschland im Schnitt 50.000 Euro pro Jahr. Mit diesem Geld lasse sich in Afrika eine ganze Schule bauen.