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Schulen: BLLV sieht bei Hygienestandards Kommunen in der Pflicht | BR24

© picture-alliance/ dpa / Peter Steffen

Symbolbild: Eine Schülerin wäscht sich die Hände

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    Schulen: BLLV sieht bei Hygienestandards Kommunen in der Pflicht

    Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband sieht bei der Einhaltung der wegen Corona verschärften Hygienestandards die Kommunen in der Pflicht. Eklatante Probleme müssten von der Schulleitung direkt an den zuständigen Träger weitergegeben werden.

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    Die Bildungsgewerkschaft GEW hat am Donnerstag eine nicht-repräsentative Kurzumfrage unter ihren Mitgliedern veröffentlicht, wonach es in jeder vierten Schule an Hygieneartikeln wie Seife und Papierhandtüchern fehle. Das sei derzeit absolut ein Thema, so BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann.

    BLLV setzt auf Eigenverantwortlichkeit

    Der BLLV setze hier aber auf das Motto "Eigenverantwortlichkeit vor Eigenheitsmodell". Probleme sollten vor Ort gelöst werden, nicht zentral. Wenn es an einer Schule unter den neuen Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie ein Putzdefizit gebe, dann müssten die Verantwortlichen ihren zuständigen Träger darauf drängen, dies abzustellen. Eine Möglichkeiten dazu sei beispielsweise eine zweite Putzschicht nach Unterrichtsende, damit eine ausreichende Versorgung mit Desinfektionsmitteln und Seifenspendern sichergestellt ist.

    Unter den Lehrern stellt die Präsidentin eine große Angst fest, dass sie bei Corona-Infektionsfällen von Kindern und Jugendlichen an der Schule verantwortlich gemacht werden. In so einer Situation erwarte der Verband die volle Rückendeckung durch die Politik.

    Schüler und Eltern selbst für Masken verantwortlich

    Schulen müssen keine Ersatz-Masken für Schüler bereithalten, falls die Kinder ihre eigenen verlieren oder vergessen. Das hat das staatliche Schulamt in München bestätigt. Die Kinder beziehungsweise die Erziehungsberechtigten müssen selbst für die Mund-Nasen-Bedeckung sorgen. Diese Regelung gilt laut einem Schreiben des Kultusministeriums für ganz Bayern.

    Im Münchner Stadtteil Obermenzing ist das einem Grundschüler zum Verhängnis geworden. Auf dem Schulweg hatte er seine Maske verloren und durfte daher nicht ins Schulgebäude. Das Kind musste im Regen vor dem Schulhaus warten, bis ein Elternteil eine Ersatzmaske vorbeigebrachte. Von der Schule hieß es, man hätte Ersatzmasken besorgen wollen, habe aber von offizieller Stelle keine bekommen. Laut Münchner Schulamt hat keine Schule weder von staatlicher noch von städtischer Seite Masken erhalten.

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