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Schulausfälle in Niederbayern: "Sicherheit geht vor" | BR24

© BR/Christian Riedl

Schneemassen in Schöfweg

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    Schulausfälle in Niederbayern: "Sicherheit geht vor"

    In Niederbayern sind schneebedingt gleich in mehreren Landkreisen Schulen ausgefallen. Wie es weitergeht, wird von Tag zu Tag entschieden. Die Entscheidung, wo der Unterricht ausfällt, bedeutet für die Behörden eine schwierige Abwägung.

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    Schon gestern Abend hat sich der Landkreis Deggendorf entschieden, den Unterricht in allen Schulen nördlich der Donau ausfallen zu lassen. Genau wie in den Landkreisen Regen, Freyung-Grafenau und in mehreren Gemeinden im Landkreis Passau wären viele Schulbusse nicht durchgekommen. Vor allem da Bäume und Äste durch den nassen Schnee drohten, die Straßen zu blockieren, habe man sich für den großflächigen Schulausfall entschieden, sagt die Schulrätin für den Landkreis Deggendorf, Christiane Niedermeier.

    Festgelegte Informationskette

    Oft gehe ein Schulausfall von den Schulbus-Unternehmen aus, hieß es. Wenn die Straßenverhältnisse schlecht sind, melden die Unternehmen die Situation an den Kreisbauhof. Der informiert dann den Katastrophenschutz am Landratsamt, der wiederum die Schulämter kontaktiert. Diese sprechen sich dann mit dem Landrat ab und treffen zusammen eine Entscheidung.

    Neue Entscheidungen Tag für Tag

    Für die kommenden Tage wird nun von Tag zu Tag entschieden, so Schulrätin Niedermeier. Während in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau schon am Mittwochnachmittag eine Entscheidung für Donnerstag fallen soll, könnte diese im Landkreis Deggendorf auch erst am frühen Donnerstagmorgen erfolgen, sagt Niedermeier.

    Schwieriger Spagat

    Das Schulamt will auf jeden Fall vermeiden, dass der Unterricht an Schulen unnötig ausfällt. Denn gerade an Schulen in Donaunähe wäre im Landkreis Deggendorf am Mittwoch Unterricht möglich gewesen, sagt Schulrätin Niedermeier: "Wir machen uns die Entscheidung auf keinen Fall leicht, aber die Sicherheit der Kinder geht natürlich vor."

    So gibt es gerade im Bereich Deggendorf unter den Schülern "Gewinner" und "Verlierer". "Gewinner" sind Schüler die südlich der Donau wohnen, wo die Straßen frei sind, und nicht zum Unterricht nördlich der Donau müssen. Andererseits gibt es aber auch Schüler aus betroffenen Gemeinden, die eigentlich zum Unterricht müssten, da ihre Schulen auf der anderen Donauseite liegen. In diesen Fällen müssen die Eltern entscheiden, ob das Risiko für ihre Kinder vertretbar sei, sagt Schulrätin Niedermeier.

    Notbetreuung gewährleistet

    Für Eltern die berufstätig sind und keine Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder organisieren können, gibt es an allen betroffenen Schulen eine Notbetreuung. Die Lehrer haben nämlich - anders als die Schüler - heute nicht Schneefrei.

    Sendung

    Mittags in Niederbayern und Oberpfalz

    Von
    • Andreas Wenleder
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