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Schülerzahl an unterfränkischen Grund- und Mittelschulen steigen | BR24

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Symbolbild: Grundschule

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    Schülerzahl an unterfränkischen Grund- und Mittelschulen steigen

    Nach Ansicht der unterfränkischen Regierung beginnt das neue Schuljahr "im Regelbetrieb unter bestmöglichem Infektionsschutz". Die Gewerkschaft GEW kritisierte hingegen, dass die Klassen wegen steigender Schülerzahlen und Lehrermangels zu voll seien.

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    Von
    • Achim Winkelmann

    Wie die Regierung von Unterfranken zum Schuljahr 2020/2021 mitteilt, steigen die Schülerzahlen leicht an und die Digitalisierung werde weiter vorangetrieben. An 248 Grund- und 100 Mittelschulen beginnt am Dienstag in Unterfranken das neue Schuljahr. Die Gesamtschülerzahl wächst um 1,28 Prozent. Auffällig sei dabei der hohe Anteil von Schulanfängern (+ 2,81 %), so die Regierung. Eine Sonderrolle nimmt dabei die Region Main-Rhön mit über vier Prozent mehr Schulanfängern ein.

    Größte Grundschule in Haßfurt

    Die Zahl der Schulklassen ist gleichgeblieben, das bedeutet, dass die Klassengrößen im Durchschnitt leicht zunehmen. Die kleinste unterfränkische Schule zum kommenden Schuljahr ist die Grundschule Gemünden-Wernfeld mit 40 Schülerinnen und Schülern. Die größte Grundschule ist mit 485 Schülern die Grundschule Haßfurt. Die unterfränkischen Förderzentren besuchen im Schuljahr 2020/2021 voraussichtlich 6.498 Schülerinnen und Schüler. Auch an dieser Schulart steigt die Schülerzahl damit leicht an. Die Schülerzahlen an staatlichen und kommunalen Berufsschulen seien in Unterfranken seit Jahren mit rund 26.000 Schülerinnen und Schülern annähernd stabil.

    GEW: Geräte, Software und Konzepte fehlen für Lehrer

    Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Unterfranken kritisierte in einer Mitteilung, die Regierung habe Chancen verpasst. Besonders besorgt zeigte sich die Bildungsgewerkschaft über den Schüleranstieg in Grund-, Mittel- und Förderschulen: "In Zeiten, in denen sich kleine Lerngruppen auch unter Coronabedingungen als sicher und effektiv erwiesen haben, werden die Klassen wegen des Lehrkräftemangels vollgepackt", sagte der GEW-Bezirksvorsitzende Jörg Nellen. Nachholbedarf gebe es auch bei der Digitalisierung. Die Lehrer seien bereit, es fehlten aber Geräte, Software und Konzepte, so die Gewerkschaft.

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