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Schülerin missbraucht: Berufungsprozess gegen ehemaligen Lehrer | BR24

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An der Berufungskammer des Landgerichts Würzburg will ein ehemaliger Gymnasiallehrer ein milderes Urteil erreichen. Wegen sexuellen Missbrauchs einer Schülerin wurde der Mann zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten verurteilt.

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Schülerin missbraucht: Berufungsprozess gegen ehemaligen Lehrer

An der Berufungskammer des Landgerichts Würzburg will ein ehemaliger Gymnasiallehrer ein milderes Urteil erreichen. Wegen sexuellen Missbrauchs einer Schülerin wurde der Mann zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten verurteilt.

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Ende Oktober 2018 verurteilte das Amtsgericht Gemünden den ehemaligen Lehrer des Johann-Schöner-Gymnasiums wegen sexuellen Missbrauchs einer 16-jährigen Schülerin in neun Fällen. Der Richterspruch damals: eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten. Gegen dieses nicht rechtskräftige Urteil legte der damalige Verteidiger des damals 66-Jährigen fristgerecht Berufung ein. Deshalb wird der Fall nun in der Berufungskammer des Landgerichts Würzburg neu verhandelt.

Karlstadt: Neunfacher sexueller Missbrauch an Schülerin

Durch die Berufung will der pensionierte Lehrer, der bislang auf freiem Fuß ist, ein milderes Urteil erreichen. Ein weiterer Termin ist für den 23. April angesetzt. Das beamtenrechtliche Disziplinarverfahren ruht derzeit und wird nach Abschluss des Strafverfahrens wieder aufgegriffen. Dabei droht dem früheren Lehrer eine drastische Kürzung oder gar Streichung seiner Pension.

Disziplinarverfahren gegen Ex-Lehrer ruht derzeit

Der Lehrer wurde im Dezember 2017 vom Schuldienst suspendiert. Im Januar 2018 wurde der Fall dann nach vielen Gerüchten öffentlich. Laut An­kla­ge­schrift fanden die sexuellen Übergriffe zwi­schen De­zem­ber 2015 und Ok­tober 2016 statt. Die Begründung des erstinstanzlichen Urteils war aus Gründen des Opferschutzes nicht öffentlich, ebenso wie die vorherige Verhandlung.