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Schüler erweitern Skulpturenpark zum Mauerfall | BR24

© BR/ Florian Schwegler

In Mellrichstadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) wurde am Samstag an den Jahrestag des Mauerfalls erinnert: Der Skulpturenpark auf dem ehemaligen Todesstreifen wurde nun von 250 Schülern in Zusammenarbeit mit Künstler Herbert "Jimmy" Fell erweitert.

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Schüler erweitern Skulpturenpark zum Mauerfall

In Mellrichstadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) wurde am Samstag an den Jahrestag des Mauerfalls erinnert: Der Skulpturenpark auf dem ehemaligen Todesstreifen wurde von 250 Schülern in Zusammenarbeit mit Künstler Herbert "Jimmy" Fell erweitert.

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Im Skulpturenpark zur Deutschen Einheit wurde am Samstag auf dem ehemaligen Todesstreifen bei Mellrichstadt dem 30. Jahrestag des Mauerfalls gedacht. In diesem Rahmen haben sich 250 Schülerinnen und Schüler des Rhön Gymnasiums Bad Neustadt mit dem Künstler Herbert "Jimmy" Fell zusammengeschlossen. Seit September haben sie sich im Kunstunterricht mit dem Thema Mauerfall und der damit verbundenen Freiheit auseinandergesetzt.

Umsetzung der Schüler überraschend anders

Daraus sind mehrere Projekte entstanden, unter anderem eine Freiheitsstatue, von der Jimmy Fell nach eigenen Worten "mehr als überrascht" ist. "Ich habe gedacht, ich komme hierher und sehe ein kunterbuntes Ding – das war ja auch mein Konzept – und wenn ich weiter weggehe, sehe ich die Freiheitstatue." Stattdessen hätten sich die Schüler zurückgenommen, aufs Wesentliche konzentriert "und deswegen steht die Statue auch so prägnant vor dem Wald und hebt sich ab."

Skulpturenpark an ehemaligem Grenzübergang

Der Künstler wurde in Niederlauer (Lkr. Rhön-Grabfeld) geboren und studierte Bauingenieurwesen und Grafikdesign an der Fachhochschule Würzburg. Mittlerweile lebt Fell in Berlin, wo er unter anderem als Maler und Aktionskünstler arbeitet. Am ehemaligen Grenzübergang Eußenhausen-Meiningen, zwischen Unterfranken und Thüringen, hat er einen Skulpturenpark konzipiert und errichtet. Hier präsentiert er unter anderem seine Objekte "Goldene Brücke", "Junge mit Fahne" und "Bundesadler".

Würdigung von Landrat Habermann

Bei dem Festakt würdigte Landrat Thomas Habermann die Projekte von Jimmy Fell: "Er hat sich diesen Platz wirklich vorgenommen, um hier eine bleibende Erinnerungsstätte zu schaffen." Der Skulpturenweg sei "ein Platz des Glücks und eine Erinnerung an die wiedergewonnen Deutsche Einigung".

© BR/ Florian Schwegler

Schülerprojekt "Freiheitsstatue" im Skulpturenpark