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Schüler-Demo: Lehrerverbandspräsident Meidinger gegen Verweise | BR24

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Schulstreik: Lehrerverbandspräsident Meidinger will Diskussionen

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Schüler-Demo: Lehrerverbandspräsident Meidinger gegen Verweise

Der Deggendorfer Schuldirektor und Präsident des Deutschen Lehrerverbandes Heinz-Peter Meidinger will nicht mit Verweisen, sondern mit Diskussionsrunden auf Schulschwänzer reagieren, die an der Protestaktion #FridaysForFuture teilnehmen.

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Die internationale Protestbewegung #FridaysForFuture verbreitet sich auch in Bayern. Im ganzen Freistaat demonstrieren Schüler am Freitagvormittag für mehr Klimaschutz. Das heißt aber auch: Sie gehen nicht in den Unterricht. Mit den Schulschwänzern wird bayernweit unterschiedlich umgegangen. Heinz-Peter Meidinger ist Präsident des Deutschen Lehrerverbandes und Schuldirektor des Robert-Koch-Gymnasiums in Deggendorf. Er will nicht mit Verweisen - die einige Schulleiter angekündigt hatten - sondern mit Diskussionsrunden auf Schulschwänzer reagieren.

"Das ist etwas Positives! Ich freue mich, wenn sich Schüler politisch engagieren." Heinz-Peter Meidinger, Schuldirektor Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf

Dennoch gehe die Rechtslage vor und es sei ein Regelverstoß, wenn schulpflichtige Jugendliche nicht am Unterricht teilnehmen. Falls es an seinem Gymnasium in Deggendorf zu Regelverstößen komme, wolle er "nicht zuschlagen", das sei sinnlos, so Meidinger. Vielmehr setzt er auf Diskussionen. Er würde anordnen, dass die Schulschwänzer den verpassten Unterricht am Nachmittag oder Abend nachholen, in Form von Diskussionsrunden zum Beispiel über den Klimaschutz. Engagierte Schüler müssen "aufgefangen" werden und nicht sinnlos bestraft, sagt der Lehrerverbandspräsident.

Protestzeit ist während des Unterrichts

Die bundesweite Protestaktion beginnt um elf Uhr und damit während der Schulzeit. Einige Direktoren in Bayern hatten im Vorfeld angekündigt, mit Verweisen auf ein Fernbleiben vom Unterricht zu reagieren. Der Deggendorfer Schulleiter gibt zum Zeitpunkt der Protestaktion Unterricht, werde sich aber informieren lassen, ob Schüler seines Gymnasiums im Unterricht gefehlt haben. Bis Freitagmorgen haben sich keine Schüler bei ihm gemeldet, die um eine eventuelle Freistellung wegen der Aktion gebeten hätten.

Bewegung kommt aus Schweden

Die internationale Protestbewegung #FridaysForFuture kommt aus Schweden und verbreitet sich seit mehreren Wochen auch in Deutschland. Die Einladung zum Protest-Vormittag hat bundesweit über WhatsApp-Gruppen die Runde gemacht. In Deggendorf werden laut Organisatoren bis zu 70 Schüler am Stadtplatz erwartet. In Niederbayern ist die Aktion außerdem in Landshut geplant.

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Von
  • Kathrin Unverdorben
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