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Schubladenmord: Anklage fordert lebenslängliche Haft | BR24

© picture alliance / Armin Weigel/dpa

Landgericht Regensburg: Staatsanwaltschaft und Nebenklage fordern für einen 38-Jährigen lebenslange Haft wegen Mordes

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    Schubladenmord: Anklage fordert lebenslängliche Haft

    Vor dem Landgericht Regensburg haben im "Schubladenmord" die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage für einen 39-jährigen Mann lebenslange Haft gefordert. Er soll seinen Schwiegervater mit einer Schublade getötet haben. Der Mann bereue seine Tat.

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    Im Prozess gegen einen 39-Jährigen wegen eines tödlichen Angriffs mit einer Schublade auf seinen Schwiegervater haben Staatsanwaltschaft und Nebenklage lebenslange Haft wegen Mordes verlangt. Die Verteidigung ging am Mittwoch vor dem Landgericht Regensburg hingegen von einem Totschlag aus und plädierte auf vier Jahre Haft. Der Angeklagte hatte im Prozess die Tat eingeräumt und angegeben, er habe aus dem Affekt heraus gehandelt. Die Staatsanwaltschaft ging hingegen von Habgier als Motiv aus.

    Streit wegen 10.000 Euro

    Im Dezember war es in Straubing zu einem Streit um gut 10.000 Euro gekommen, die das spätere Opfer seiner Tochter und dem Schwiegersohn zur Verwaltung überlassen hatte und nun zurückwollte. Der 39-Jährige schubste den 62-Jährigen zu Boden, schlug ihm eine Holzschublade mehrfach auf den Kopf und verletzte ihn mit einem abgesplitterten Holzteil am Hals. Der Mann starb.

    Ex-Frau fordert besondere Schwere der Schuld

    Seine Tochter, die Ex-Frau des Angeklagten, ist Nebenklägerin. Ihre Vertretung forderte zusätzlich die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Damit wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

    Angeklagter bereut Tat

    In seinem Schlusswort sagte der Angeklagte:

    "Ich schäme sich wegen der Tat vor meiner Familie. Ich kann's leider nicht mehr rückgängig machen. Aber ich bereue es zutiefst." Angeklagter

    Das Urteil soll am 11. Juli gesprochen werden.