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Schreyer startet Bündnis für frühkindliche Bildung | BR24

© picture alliance / JOKER

Sprachförderung in einer Kindertagesstätte

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Schreyer startet Bündnis für frühkindliche Bildung

Die bayerische Sozialministerin Schreyer hat heute den Startschuss für ein Bündnis frühkindliche Bildung gegeben. Kommunen, Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften sollen dort zusammenarbeiten, um Kitas, Kindergärten und Vorschulen zu stärken.

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In sämtlichen Stellenbörsen finden sich zahllose Stellenangebote für Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen und Kinderpfleger – Kindertagesstätten in ganz Bayern, Kindergärten und auch Kinderheime suchen seit Jahren händeringend nach Personal.

Sandra Schuhmann ist Fachvorständin des Diakonischen Werks Bayern und dort unter anderem für die Kinder- und Jugendhilfe zuständig. Die Diakonie und die Evangelische Kirche betreuen in Bayern rund 80.000 Kinder. Der Fachkräftemangel ist seit Jahren eines der beherrschenden Themen in der Branche: "Wir möchten hier, dass die Ausbildungen durchlässiger werden", erklärt Schumann. Und, ergänzt sie, dass der Beruf auch Spaß mache.

Schreyer will über bessere Arbeitsbedingungen reden

Das Bündnis für Frühkindliche Bildung, das die bayerische Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) ins Leben gerufen hat, soll hier Antworten finden. Allen Beteiligten ist bewusst – die gesellschaftliche Wertschätzung der sozialen Berufe muss gestärkt werden. Und: Das geht auch über die Bezahlung – aber nicht nur, sagt Sozialministerin Schreyer.

Wenn man diese Kräfte halten wollen, dann müsse man überlegen, welche Rahmenbedingungen sie brauchen. "Das geht bei der Gesundheitsvorsorge los, das geht weiter bei der Bezahlung, weiter auch in den Bereich Fortbildung und Karrieremöglichkeiten." Über all diese Fragen werde man miteinander diskutieren müssen.

FDP will frühkindliche Bildung beim Kultusministerium ansiedeln

Die FDP im Bayerischen Landtag sieht die Bemühungen der Staatsregierung um die frühkindliche Bildung durchaus positiv. Doch, so Martin Hagen, der FDP-Fraktionschef im Landtag: die Staatsregierung sei bei dem Thema nicht weit genug gesprungen. "Geht’s nur darum, dass Kinder verwahrt oder betreut werden, oder versteht man Kitas als Bildungseinrichtungen."

Hagen fordert, dass die frühkindliche Bildung künftig auch beim Kultusministerium angesiedelt wird – damit könnte eine bessere Verzahnung von frühkindlicher und schulischer Bildung gewährleistet werden, glaubt der FDP-Fraktionschef.

Für Sozialministerin Kerstin Schreyer ist aber im Moment wichtig, dass sich überhaupt etwas tut – und dass sich diejenigen, die mit der frühkindlichen Bildung zu tun haben, selbst auch Gedanken darübermachen, wie die Kita der Zukunft aussehen könnte.