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Schreyer kündigt Millioneninvestitionen in Radwege an | BR24

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Kerstin Schreyer, die bayerische Verkehrsministerin, lehnt Tempolimits auf Radwegen ab. Gleichzeitig kündigt sie Investitionen in Millionenhöhe für neue Radwege in Bayern an.

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Schreyer kündigt Millioneninvestitionen in Radwege an

Kerstin Schreyer, die bayerische Verkehrsministerin, lehnt Tempolimits auf Radwegen ab. Gleichzeitig kündigt sie Investitionen in Millionenhöhe für neue Radwege in Bayern an.

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Die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) stellt heute das Radwegebauprogramm 2020 bis 2024 vor. In der Bayern 2-radioWelt kündigte sie Millionenausgaben für neue Radwege an:

"Wir wollen in den nächsten fünf Jahren alleine 200 Millionen Euro für eigene Radwege an Bundes- und Staatsstraßen investieren." Kerstin Schreyer (CSU), bayerische Verkehrsministerin

An fast der Hälfte der Bundesstraßen in Bayern gebe es bereits Radwege, bei den Staatsstraßen seien es rund 30 Prozent: "Klar, da ist noch viel zu tun. Aber ich glaube, wir sind da schon gut unterwegs." Wegen der unterschiedlichen Baukosten sei es aber nicht möglich zu sagen, wie viele Kilometer an neuen Radwegen in den nächsten Jahren genau entstehen sollen, so die CSU-Politikerin weiter.

Keine Tempolimits für den Radverkehr

Trotz der zunehmenden Zahl an E-Bikes spricht sich Schreyer gegen Tempolimits auf Radwegen aus.

"In Normalfall braucht es das nicht, weil ich davon ausgehe, dass jeder von uns klug genug ist, die Geschwindigkeit zu wählen, die dann auch passend ist zu den Straßenverhältnissen. Das wird dann beim E-Bike auch nicht anders sein als beim Auto." Kerstin Schreyer (CSU), bayerische Verkehrsministerin

Skeptisch zeigte sich Schreyer auch hinsichtlich temporärer Radwege, so genannter Popup-Radwege. Zwar sei eine vermehrte Nutzung des Fahrrads politisch gewollt, so Schreyer, "aber wir müssen natürlich schauen, dass alle Verkehrsteilnehmer zum Zug kommen." Man brauche gute Radwege, einen guten öffentlichen Nahverkehr, dürfe aber nicht "gegen die Straße arbeiten." In Berlin sei auf einem Popup-Radweg bereits ein Radfahrer ums Leben gekommen, so Schreyer. "Zu meinen, dass Popup-Radwege jetzt der Weisheit letzter Schluss sind, halte ich für nicht ganz realistisch."

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Für den Ausbau des Fahrradverkehrs will der Freistaat in den kommenden Jahren rund 200 Millionen Euro ausgeben. Ziel ist es, dass bis 2025 in Bayern 20 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Derzeit liegt der Anteil bei elf Prozent.