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Schöner Wohnen - auch für Kleinverdiener | BR24

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    Schöner Wohnen - auch für Kleinverdiener

    Gerade in Ballungsräumen sind die Mieten teuer – den Kauf einer Wohnung können nur wenige finanzieren. Eine alte Idee bekommt da neue Anhänger: die der Genossenschaft. In Bayern gibt es viele solcher Projekte. Von Birgit Harprath

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    Statt eines Bauherrn oder einer Käuferin hat die Genossenschaft gleich mehrere, die ihr Eigenkapital einbringen. Der Vorteil: Auch Menschen mit mittleren Einkommen können sich Anteile leisten und – falls sie einziehen – von den vergleichsweise niedrigeren Mieten profitieren. 

    Allerdings steht nicht der maximale Gewinn, sondern die Idee im Vordergrund: Eine Genossenschaft funktioniert nur in Selbsthilfe. Sie zu gründen oder dabei zu sein, fordert Einsatz – warnt Christian Stupka, der 1993 mit anderen die "Wogeno" in München aufbaute.

    "Man muss das ja alles aus der eigenen Kraft heraus machen, man muss Eigenkapital bilden aus den Anteilen der Mitglieder, dann muss man das lernen und das ist jeweils ein Kraftakt."

    Wir können nicht zaubern, aber ...

    Die "Wogeno" baut neu oder kauft Objekte – über 330 solcher Wohnungsbau-Genossenschaften gibt es in Bayern. In Ballungsräumen stoßen aber auch sie an Grenzen: Es gibt zu wenige und vor allem zu wenig günstige Grundstücke.

    "Unter dem Strich können wir auch nicht zaubern, wenn wir frei finanziert bauen. Da müssen wir uns auch mit den Bodenpreisen anfreunden oder besser gesagt: abfinden. Aber langfristig ist das ausgesprochen gut." Christian Stupka, Genossenschaft Wogeno in München

    Gut ist es aber nur für die, die etwas Geld und Engagement mitbringen.