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Schnelltests am Arbeitsplatz: So weit sind Schwabens Betriebe | BR24

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Werden solche Schnelltests bald verpflichtend für Unternehmen?

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    Schnelltests am Arbeitsplatz: So weit sind Schwabens Betriebe

    Wie gut sind Schwabens Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Corona geschützt? Wird überall Homeoffice angeboten, wo es möglich ist? Gibt es Schnelltests für die Mitarbeiter? Ein Überblick über Schwabens Unternehmen.

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    Von
    • Thomas Pösl
    • Anna Klein

    Corona-Schnelltests sind ein wesentlicher Bestandteil der Strategie, mit der die weltweite Pandemie eingedämmt werden soll. Denn in bestimmten Bereichen lassen sich Kontakte nicht verhindern und Abstände nicht einhalten. Wo solche Risiken in Kauf genommen werden müssen, können Tests mehr Sicherheit schaffen – zum Beispiel am Arbeitsplatz.

    Die Hälfte der Unternehmen testet schon

    Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben hat jetzt im Rahmen einer bundesweiten Umfrage Daten dazu erhoben, wie schwäbische Unternehmen diese Teststrategie umsetzen. Denn eine gesetzliche Pflicht dazu gibt es nicht. In Schwaben testet demnach die Hälfte der Unternehmen schon in Eigenregie – doch es gibt auch Hindernisse.

    Corona-Schnelltests als Herausforderung

    Laut IHK sind regelmäßige Tests für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für manche Unternehmen eine Herausforderung. Beispielsweise gibt es Betriebe, wo nicht alle Mitarbeitenden regelmäßig vor Ort sind, weil sie etwa mehrere Tage am Stück unterwegs sind. Dafür müsse man sich eine gewisse Logistik ausdenken, damit alle Angestellten auch zuverlässig und regelmäßig getestet werden können – oder ihnen Selbsttests zur Verfügung stehen.

    Schnelltests nur begrenzt verfügbar

    Ein weiteres Problem sei die Verfügbarkeit der Tests: Weil diese gerade in Ballungsräumen schnell ausverkauft seien, könnten Firmen oft nur eine begrenzte Menge bestellen, so die IHK. Vom Verband kommt deshalb Kritik an der politischen Idee einer Testpflicht am Arbeitsplatz.

    Schnelltests verursachen massive Kosten

    Grundsätzlich seien die Unternehmen bereit, einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung zu leisten. Man dürfe jedoch nicht übersehen, welche Herausforderungen hinter den vermeintlich unkomplizierten Schnelltests steckten. Verwaltungsaufwand, Logistik, Dokumentation, Kommunikation mit dem Gesundheitsamt – all diese Aufgaben müssen Mitarbeitende übernehmen, teilweise sogar Betriebsärzte. Und dadurch könnten massive Kosten entstehen, fürchtet die IHK Schwaben.

    Über zehn Millionen Euro pro Woche

    Falls eine generelle Testpflicht für Unternehmen eingeführt werden sollte, rechnet die IHK Schwaben mit Kosten von 10,5 Millionen Euro – und zwar pro Woche. Anstatt der schwäbischen Wirtschaft diese Kosten aufzubürden, plädierte IHK-Präsident Andreas Kopton für mehr Eigenverantwortung der Unternehmen.

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