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Bayerischer Schnelltest: Aiwanger hofft auf baldigen Einsatz | BR24

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Der bayerische PCR-Schnelltest "GNA-Octea"

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    Bayerischer Schnelltest: Aiwanger hofft auf baldigen Einsatz

    Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger und Gesundheitsminister Holetschek haben sich heute über den bayerischen PCR-Schnelltest "GNA-Octea" informiert. Die beiden besuchten das "Test&Fly"-Zentrum am Flughafen München, das Passagiere auf Corona testet.

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    Von
    • Daniel Knopp

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sieht Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) in Corona-Schnelltests eine große Chance. Mit dem neuen Testverfahren der Firma GNA Biosolutions habe der Freistaat auf das richtige Pferd gesetzt, so Aiwanger bei einer Pressekonferenz am Münchner Flughafen.

    Der PCR-Schnelltest "GNA-Octea"

    Wirtschaftsminister Aiwanger hatte die Entwicklung des Schnelltests im April 2020 bei GNA Biosolutions in Martinsried in Auftrag gegeben. Das bayerische Gesundheitsministerium wiederum hat die Kosten für den Pilotversuch übernommen.

    Der auf dem PCR-Verfahren basierende Schnelltest hat nach Angaben des Herstellers eine deutlich höhere Zuverlässigkeit als die derzeit häufig genutzten Antigen-Schnelltests, weil er das Erbgut des Erregers nachweist.

    Hohe Qualität des Schnelltests

    Mit einer Sensitivität von 96,7 Prozent soll er das hohe Niveau von PCR-Normaltests erreichen. Laut Aiwanger habe der Freistaat zusammen mit dem Unternehmen eine "hervorragende Technik zum Laufen gebracht". Und weiter: "In Kürze gebe es gute Ergebnisse," so der Wirtschaftsminister.

    Mobiles Testgerät erspart Weg ins Labor

    Für gute Ergebnisse braucht es jetzt vor allem Testgeräte, denn das neue Testgerät der Firma GNA Biosolutions ist nur knapp zwei Kilo schwer und damit auch mobil einsetzbar, was wiederum zeitaufwendige Transportwege in ein zentrales Labor erspart. Der Freistaat will sich bei der Beschaffung der neuen Testgeräte finanziell beteiligen.

    Aiwanger hofft auf schnellen Einsatz

    Laut Aiwanger läuft die Studie am Flughafen seit einer Woche. Die Ergebnisse machten Hoffnung, dass der neue Schnelltest bald bayernweit eingesetzt werden könne, um die Pandemie einzudämmen und Infektionsrisiken gezielt zu minimieren. Gerade die Wirtschaft brauche zuverlässige und schnelle Covid-19-Tests, um Infektionen zu erkennen und deren Ausbreitung zu stoppen.

    Bisher 13,4 Millionen PCR-Tests in Bayern

    Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sieht Bayern bei der Teststrategie gut aufgestellt. Seit Beginn der Corona-Pandemie seien bereits rund 13,4 Millionen PCR-Tests vorgenommen und rund 10 Millionen von bisher 16 Millionen bestellten Antigen-Schnelltests verteilt worden. Zudem setze Bayern zunehmend auch auf innovative Testverfahren wie Gurgel- und Lollipop-Tests. Die Teststrategie sei kein starres Gerüst, sondern müsse immer wieder an die neuen Entwicklungen angepasst werden, so der bayerische Gesundheitsminister.

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