Sicherheitskontrolle für Gepäck am Münchner Flughafen.  (Archivfoto)
Bildrechte: BR/Julia Müller

Sicherheitskontrolle für Gepäck am Münchner Flughafen.

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    Schnelle Kontrolle: Neue Sicherheitstechnik am Flughafen München

    Schnelle Kontrolle: Neue Sicherheitstechnik am Flughafen München

    Am Flughafen München sollen die Sicherheitskontrollen für Handgepäck und Passagiere ab Anfang 2023 beschleunigt werden. Hilfreich für die neuen Scanner ist eine Technik, die aus dem medizinischen Bereich bekannt ist.

    Am Flughafen München wird die Handgepäckkontrolle fast komplett auf eine neue Sicherheitstechnik umgestellt, die effizienter und komfortabler sein soll. Das teilte jetzt die Regierung von Oberbayern mit, bei der das zuständige Luftamt Süd angesiedelt ist.

    Sicherheitskontrollen am Flughafen mit CT-Technik

    Vor allem der Einsatz von 60 neuartigen CT-Scannern soll den Gästen das Leben erleichtern, weil Flüssigkeiten und elektronische Geräte künftig nicht mehr extra ausgepackt werden müssen. Auch die bislang gültige Obergrenze von 100 Milliliter pro Flüssigkeitsbehälter fällt dann, wie die Behörde mitteilte.

    Die Geräte durchleuchten das Handgepäck mit der aus der Medizin bekannten Technik der Computer-Tomographie (CT). Statt weniger Aufsichtsbilder liefern sie ohne Tempoverlust Hunderte Aufnahmen des Gepäckstücks, was am Kontrollschirm dreidimensionale Ansichten und die schichtweise Durchleuchtung des Tascheninhaltes ermöglicht. Auch eine Detektion auf Sprengstoffe und -flüssigkeiten ist möglich. Die Flüssigkeitsbeschränkungen waren 2006 zur Terrorabwehr eingeführt worden.

    Pilotprojekt am Terminal 2

    Das neue System wurde seit 2019 bereits bei einem Pilotprojekt an zwei Kontrollstellen im Terminal 2 getestet. Dort können die Passagiere bereits zum Beispiel Laptops, Smartphones und erlaubte Flüssigkeiten bereits im Handgepäck lassen, das von hochsensiblen Prüfgeräten mit Computertomografie-Technik kontrolliert wird.

    In den kommenden Jahren werden nun nach und nach die weiteren Kontrollspuren in beiden Terminals entsprechend ausgestattet. Die Kosten von rund 45 Millionen Euro werden nach Angaben der Regierung über die Sicherheitsgebühren finanziert, die Passagiere neben den Tickets zahlen. müssen.

    Regierungspräsident sieht München in Vorreiterrolle

    Regierungspräsident Konrad Schober sieht den Flughafen München in einer europaweiten Vorreiterrolle. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt sollen ab dem kommenden Jahr zunächst sieben der neuartigen Scanner aufgebaut werden, während die Technik beispielsweise in Irland und Estland bereits läuft. Auch die britische Regierung plant einen schnellen Ausbau bis Mitte 2024.

    (Mit Informationen von dpa)

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