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Schneeschuh-Wandern im Bayerischen Wald boomt | BR24

© BR/Martin Gruber

Schneeschuhwandern ist ein Trendsport. Die Natur und die Tierwelt leiden aber am Dreisessel unter dem Ansturm.

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Schneeschuh-Wandern im Bayerischen Wald boomt

Sonne und immer noch viel Schnee in höheren Lagen - es herrschen zur Zeit ideale Bedingungen fürs Schneeschuhwandern. Immer mehr Menschen entdecken die Sportart für sich. Aber: Die Folgen für die Natur sind gravierend.

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Frische Luft, Bewegung - und am Ziel, oben am Berg, oft eine grandiose Aussicht. Das Schneeschuhwandern lockt immer mehr Menschen auf den Dreisessel. Doch dieser regelrechte Ansturm bei schönem Wetter überlastet nicht nur den Parkplatz und die kleine Zufahrtsstraße vom Berg. Auch die Natur und die Tierwelt leiden darunter. Denn viele Schneeschuhwanderer verlassen die ausgeschilderten Wege und stören geschützte Tierarten wie das Auerhuhn oder das Birkhuhn.

Deswegen ist es umso wichtiger auf den Wegen zu bleiben, weiß Schneeschuh-Guide Kone Kremsreiter. Er führt heute Schneeschuh-Neulinge in die Sportart ein. 18 neue Schneeschuhgänger haben sich am Fuße des Dreisessel versammelt und stehen gleich vor dem ersten Problem: Das Sportgerät irgendwie an die Füße kriegen. Der Guide Kone Kremsreiter hilft:

"Die Bindung vorher auf die Schuhgröße einstellen. Und nicht ganz so streng machen wie beim Alpin-Skifahren." - Kone Kremsreiter, Schneeschuh-Guide

Als alle bereit sind und die Schneeschuhe an den Füßen haben, kann es auch schon losgehen. Die Gruppe geht erstmal ein Stück die Skipiste hoch und biegt dann links in den Wald ab. So trottet die Truppe den Berg hoch. 500 Höhenmeter sind es bis zum Gipfel. Der Weg ist ausgetreten – Gottseidank, denn im Tiefschnee wäre es anstrengender. Manche haben den Dreh beim Schneeschuhwandern schnell raus: Mit den Armen mitgehen, dann geht es weniger auf die Beine.

Grandiose Aussicht entlohnt jede Anstrengung

Nach gut zwei Stunden sind die ersten oben auf dem Dreisessel auf gut 1.300 Metern angekommen. Der Lohn: Eine grandiose Aussicht in Richtung Passau, Alpen, Tschechien und nach Norden in den Bayerischen Wald. Die Schneeschuhwanderer dürfen nach dem teilweise recht anstrengenden Aufstieg erstmal eine halbe Stunde Pause machen und den Ausblick genießen.

Schneeschuhwanderer ziehen ein positives Fazit

Den Berg runter geht es schneller. Die Gruppe nimmt den Weg über die ehemalige Skipiste. Nach drei Stunden Schneeschuhwandern ziehen alle ein positives Fazit: Super Erfahrung, super Wetter, allen hat es Spaß gemacht. Ganz im Sinn der Tierwelt und der Natur sind sie heute natürlich auch auf den ausgewiesenen Wegen geblieben.