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Schneeberge, Verkehrschaos und Schulausfälle - zum Beispiel den Marienschulen in Kaufbeuren
© BR/Waldmüller
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Schneeberge, Verkehrschaos und Schulausfälle - zum Beispiel den Marienschulen in Kaufbeuren

In weiten Teilen Schwabens fällt heute die Schule aus. Wo genau, das lesen Sie hier.

Massive Verspätungen am Augsburger Hauptbahnhof

Am Donnerstagabend kam es laut Bahn im Bereich Augsburg Hauptbahnhof zu erheblichen Verzögerungen und Zugausfällen. Grund hierfür war der Bahn zufolge eine technische Störung an einem Signal. Wegen des starken Schneefalls sind in Kempten vorübergehend mehrere Buslinien komplett eingestellt worden. Das teilte die Mona, die Mobilitätsgesellschaft für den Nahverkehr im Allgäu mit.

Müll kann nicht abtransportiert werden

Wegen der Witterungsverhältnisse konnte die Stadt Augsburg nicht alle Mülltonnen leeren. Auch zur Abholung bereitgestellte Christbäume blieben liegen. Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb (aws) bittet die Augsburger Bürger ihre nicht geleerten Mülltonnen an ihren Aufbewahrungsort zurückzustellen. Sie werden am Montag, 14. Januar, ab 6.30 Uhr wieder regulär geleert.

Auch im Ostallgäu wurden viele Mülltonnen nicht geleert. Deshalb bittet die kommunale Abfallwirtschaft und Abfuhrunternehmen die Bevölkerung darum, zwischen Tonne und Fahrbahn eine kleine Gasse freizuschaufeln und den Schnee vom Tonnendeckel zu kehren. Damit Abfalltonnen nicht einfrieren, sollten sie möglichst in einem Schuppen oder einer Garage aufbewahrt und erst am Tag der Leerung zur Abholung bereitgestellt werden.

Verspätungen und Zugausfälle im Bahnverkehr

Zu Verspätungen kommt es vor allem im Allgäu. Zwischen Immenstadt und Oberstdorf ist die Bahnstrecke komplett gesperrt. Die Deutsche Bahn hat dort einen Busnotverkehr eingerichtet. Der Halt Altstädten entfällt witterungsbedingt aber ersatzlos. Auch zwischen Kempten und Reutte (Tirol) gibt es derzeit keinen Zugverkehr. Ein Schienenersatzverkehr mit Bus ist eingerichtet. Angesichts der Wetterprognosen für die nächsten Tage, konzentriert sich die Bahn bei der Schneeräumung einer Mitteilung zufolge vor allem auf vielbefahrene Streckenabschnitte im bayrischen Netz, so dass dort der Betrieb aufrecht erhalten werden kann.

Die Lage in den Alpentälern

Wegen des anhaltenden Schneefalls steigt auch die Lawinengefahr im Allgäu weiter. Derzeit sind das Trettachtal und das Stillachtal im Oberallgäu gesperrt. Die Lawinenkommission möchte die Lawinen am Freitag kontrolliert sprengen, sofern es dann nicht mehr schneit. Eventuell können die Täler nach der Sprengung dann wieder geöffnet werden.

Lawinengefahr auf den Pisten

Wo die Lifte geöffnet haben: Unbedingt auf den markierten Abfahrten bleiben und keinesfalls in den unpräparierten Tiefschnee. Dort droht Lebensgefahr. Die Nebelhornbahn und die Fellhornbahn in Oberstdorf sind wegen der hohen Lawinengefahr nicht in Betrieb. Pressesprecher Jörn Homburg sagte dem BR, dass der Hubschrauber nicht starten und keine Lawinensprengungen durchführen kann. Die Pisten seien deshalb nicht sicher genug. Für Freitagfrüh ist besseres Flugwetter vorhergesagt, so dass dann voraussichtlich gesprengt und geräumt werden kann.

Technisches Hilfswerk im Großeinsatz

In Oberstdorf und Immenstadt (Lkr. Oberallgäu) war das THW den ganzen Donnerstag (10.01.2019) über im Einsatz, um die Dächer von Gebäuden an den Bahnhöfen von Schnee und Eis zu befreien. So lagen in Oberstdorf auf einem 350 Quadratmeter großen Dach rund 105 Kilogramm Schnee pro Quadratmeter. Zu viel für das Dach, weshalb die Bahn das THW um Hilfe bat.