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Schneemassen in Teilen der Allgäuer Alpen lebensgefährlich | BR24

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In den Allgäuer Alpen ist die Schneelage für Wanderer und Tourengeher zum Teil lebensbedrohlich. Oberhalb von 1.800 Metern muss weiterhin mit geschlossenen Schneedecken gerechnet werden. Örtlich besteht Lawinen-Gefahr.

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Schneemassen in Teilen der Allgäuer Alpen lebensgefährlich

Der Sommer ist da, aber in den Hochlagen der Alpen liegt noch jede Menge Schnee. Das schaut schön aus, kann aber Wanderern und Tourengehern zum Verhängnis werden. Die Alpinberatung Oberstdorf warnt jetzt vor Lawinen.

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In den Allgäuer Alpen ist die Schneelage für Wanderer und Tourengeher zum Teil lebensbedrohlich. Das hat die Alpinberatung Oberstdorf dem BR mitgeteilt. Oberhalb von 1.800 Metern muss weiter mit einer geschlossenen Schneedecke gerechnet werden, in Schattenlagen liegt die Schneegrenze deutlich darunter. Örtlich besteht die Gefahr von Nass- und Gleitschneelawinen.

Erhöhte Lawinengefahr

Viele Hüttenanstiege sind nicht oder nur teilweise begehbar. Deshalb bleiben auch viele Schutzhütten geschlossen. Vor einem Aufstieg zur Enzianhütte bei Oberstdorf wird ausdrücklich gewarnt. Altschnee sei hier nicht gespurt, es bestehe erhöhte Lawinengefahr, so ein Sprecher der alpinen Information.

Auch vor einer Bergtour auf das Rubihorn wird dringend abgeraten. Auch hier sei der Grat schneebedeckt, zudem sei der Abstieg zur Seealpe aufgrund von Sturmschäden nicht möglich. Die Klettersteige in den Allgäuer Alpen sind voraussichtlich erst ab Mitte Juni begehbar. Aber auch dann muss noch mit reichlich Altschnee gerechnet werden.

Mit unzureichender Ausrüstung herrscht Lebensgefahr

Diese ergiebigen und lang andauernden Schneemengen sind selbst für langjährige Hüttenwirte ungewöhnlich. Auch der Deutsche Alpenverein warnt vor entsprechenden Gefahren. Früh am Morgen seien Altschneefelder noch gefroren und nur mit Steigeisen oder zusätzlicher Ausrüstung begehbar. Wer nur mit einfachen Bergschuhen unterwegs sei, begebe sich in Lebensgefahr.

Außerdem seien Trittsicherheit, Ortskenntnis und Erfahrung Grundvoraussetzung, um in diesem unberechenbaren Gelände sicher unterwegs zu sein. Urlaubern sei zu empfehlen, sich geführten Touren mit erfahrenen Bergführern anzuschließen. Denn auch auf Fernwanderwegen müsse man nach wie vor mit geschlossenen Schneedecken rechnen. Die Alpinberatung empfiehlt dringend, die Hinweise des bayerischen Lawinenwarndienstes zu beachten.