BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Schneekanonen im Bayerwald auf Sicherheit überprüft | BR24

© pa/dpa
Bildrechte: pa/dpa

Eine Schneekanone

Per Mail sharen

    Schneekanonen im Bayerwald auf Sicherheit überprüft

    Nach dem tödlichen Unfall eines sechsjährigen Mädchens auf einer Skipiste in Österreich will das Skigebiet Geißkopf im Bayerischen Wald seine Sicherungen für die Schneekanonen überprüfen. Das sagte Betriebsleiter Alexander Achatz dem BR.

    Per Mail sharen

    Die Schneekanonen seien allerdings vorschriftsmäßig mit Netzen oder Polstern abgesichert. Im besten Fall, so Achatz, stehen sie sogar dort, wo gar kein Skifahrer hinkommen kann. Das heißt, sie werden nach der Beschneiung möglichst von der Piste an eine Stelle unterhalb der Talstation gefahren.

    Am Großen Arber, dem größten Skigebiet im Bayerischen Wald, sind alle 40 Schneekanonen, die teils mobil, teils fest eingebaut sind, mit Zäunen und zusätzlich mit dicken Polstern abgesichert. Juristisch würde ein Zaun reichen, sagte Betriebsleiter Thomas Liebl dem BR. Aber man habe sich als geprüftes Skigebiet schon seit längerem für zusätzliche Polster entschieden.

    Unfälle trotz Sicherung unvermeidlich?

    Im Skizentrum Mitterfirmiansreut werden die Schneekanonen, wenn man sie nicht unbedingt jede Nacht zum Beschneien braucht, immer wieder ganz aus der Piste herausgezogen, sagt der Geschäftsführer des Zweckverbands Manfred Selwitschka. Auf der Piste werden sie mit einem Zaun abgesichert. Allerdings seien manche Unfälle trotz Sicherung unvermeidlich. Vor einigen Jahren habe in Mitterfirmiansreut ein Skifahrer in schneller Schussfahrt zwei Zäune und eine Holzbarriere durchbrochen.

    Selwitschka nannte es unverantwortlich, einen Skianfänger, wie die Sechsjährige in Österreich, überhaupt auf eine große Piste zu lassen. Für Kinder, die noch nicht Skifahren können, gebe es Kinderskiparks ohne diese Risiken. Eigene Kinderskigelände haben zum Beispiel Mitterfirmiansreut, der Geißkopf oder der Große Arber.