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Eisglatte Straßen, gesperrte Bahnstrecke und hohe Lawinengefahr | BR24

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Aufgrund der anhaltenden Schneefälle kommt es im Oberland weiter zu Behinderungen. Die Winterdienste sind im Dauereinsatz. Die Lawinengefahr ist sehr hoch.

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Eisglatte Straßen, gesperrte Bahnstrecke und hohe Lawinengefahr

Schnee und Eis haben am Vormittag zu Chaos auf den Straßen geführt: im Landkreis Miesbach blieben mehrere Fahrzeuge auf der B472 liegen, genau wie am Ettaler Berg. Die Bahn musste die Strecke nach Reutte sperren. Derzeit gilt eine Unwetterwarnung.

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Von
  • Martin Breitkopf

Der Schneefall im Oberland hat im Landkreis Miesbach am Vormittag zu Behinderungen geführt. So waren mehrere Fahrzeuge auf der B472 liegengeblieben. Die Polizei meldete vor allem im Bereich zwischen Miesbach und Irschenberg sowie Jedling Probleme auf der Straße.

Eisglatte Straßen bei Peißenberg und Ettal

Auch im Landkreis Weilheim-Schongau kam es zu Stauungen auf der Staatsstraße 2058 Peißenberg Richtung Steingaden zwischen Böbing und Rottenbuch. Der Grund war hier Eisglätte. Die Polizei spricht von einem normalen Wintermorgen am Alpenrand.

Berüchtigt bei Schnee und Glätte ist der Ettaler Berg. Prompt steckten am Vormittag gleich mehrere LKW fest. Die Polizei musste den Berg der von Oberau nach Ettal kurzzeitig sperren um die festgefahren Laster zu befreien. Auch auf der B11 zwischen Walchensee und Mittenwald kam es wegen erheblicher Straßenglätte zu Behinderungen. Der Winterdienst ist im Einsatz.

Äste könnten auf Bundesstraße stürzen

Auf der B23 zwischen Griesen und Garmisch-Partenkirchen besteht die Gefahr durch herabfällende Äste. Im Bereich von Bad Kohlgrub und Rottenbuch blieben mehrere Fahrzeuge liegen und mussten von der Feuerwehr geborgen werden.

Sperrung der Bahnstrecke Garmisch-Partenkirchen - Reutte

Auch der Zugverkehr ist durch den Schneefall beeinträchtigt. Die Bahnstrecke Garmisch-Partenkirchen – Reutte ist gesperrt - im Bereich der Ochsenhütte ist ein Baum in der Oberleitung gefallen. Ein Schienenersatzverkehr soll schnellstmöglich eingerichtet werden. Laut Polizei kam es bisher nur zu einigen Unfällen wegen den winterlichen Straßenverhältnissen.

Rollt eine Schneewalze auf uns zu?

Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung herausgegeben, weil weitere, kräftige Schneefällen erwartet werden. Für die Landkreise Oberallgäu, Ostallgäu und Garmisch-Partenkirchen gibt es seit Mittwochabend amtliche Warnungen wegen Neuschnee. Die Winterdienste sind im Einsatz, und in den nächsten Stunden soll es weiter schneien. Die Meteorologen sprechen von 30 cm bis 60 cm Neuschnee.

Gefahr in den Alpen

Auf den Bergen kann es auch zu Sturmböen kommen. Der Lawinenwarndienst warnt vor erheblicher Lawinengefahr in den Allgäuer-, Werdenfelser- und Ammergauer Alpen - vor allem im Bereich von über 1.800 Metern. Es könnten sich in allen Expositionen spontan Locker- und Schneebrettlawinen lösen, heißt es im Lagebericht.

"Unternehmungen im Gebirge verlangen derzeit höchste Vorsicht und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen." Lawinenwarndienst

Durch Wind und Neuschnee kann es an einigen Stellen eine über einen Meter hohe Schneedecke geben. Die Lawinengefahr soll auch die nächsten Tage hoch bleiben.

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