Einsatzkräfte bei einer Unfallstelle auf einer schneebedeckten Straße.
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Im Landkreis Bamberg ist ein 27-Jähriger zwischen seinem Auto und der Leitplanke eingeklemmt worden. Einsatzkräfte befreiten den Mann.

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Schneechaos in Oberfranken: Mutter und Sohn schwer verletzt

Schneechaos in Oberfranken: Mutter und Sohn schwer verletzt

In Oberfranken hat es am Freitag und in der Nacht zum Samstag wegen Schneefalls mehrere Unfälle gegeben. Bei Burgwindheim wurde ein Mann zwischen Auto und Leitplanke eingeklemmt. Auf der A93 sind sich eine Mutter und ihr Sohn schwer verletzt worden.

Viele Verkehrsunfälle in den vergangenen Stunden waren die Folge des Schneefalls: Während sich bei Stadelhofen im Landkreis Bamberg ein Porsche auf Sommerreifen überschlagen hat, wurde ein Autofahrer bei Burgwindheim zwischen seinem Pkw und der Leitplanke eingeklemmt. Er verletzte sich schwer.

27-Jähriger schwer verletzt: Zwischen Auto und Leitplanke eingeklemmt

Aufgrund der schneebedeckten Fahrbahn konnte zunächst ein 50 Jahre alter Autofahrer mit seinem Auto an einer Steigung nicht weiterfahren, so die Polizei. Kurz darauf kam demnach auch ein anderer Mann mit seinem Pkw nicht weiter. Die beiden Männer stellten ihre Fahrzeuge ab und stiegen aus. Als einen 27 Jahre alten Autofahrer dasselbe Schicksal ereilte, wollte auch er aussteigen.

Die Fahrzeuge gerieten derweil ins Rutschen und der 27-Jährige wurde zwischen Auto und Leitplanke eigeklemmt. Mit mehreren Knochenbrüchen musste er ins Krankenhaus gebracht werden. Örtliche Feuerwehren halfen bei der Rettung des Schwerverletzten. Der Gesamtschaden beträgt rund 10.000 Euro.

Mutter und siebenjähriger Sohn schwer verletzt

Bereits am Freitagabend sind eine Mutter und ihr siebenjähriger Sohn bei einem Unfall auf der A93 bei Gattendorf schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, hatte die Frau auf ihrem Auto bereits Sommerreifen montiert. Sie sei demnach mit ihren beiden Söhnen, einer ist vier, der andere sieben Jahre alt, im Auto unterwegs gewesen.

Dann sei die Frau wegen nicht angepasster Geschwindigkeit mit ihrem Auto ins Schleudern geraten und nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug sei dann die Böschung hochgeschossen, habe sich überschlagen und sei zurück auf die Fahrbahn gestürzt, wo das Auto auf dem Dach zum Liegen kam.

Die Mutter und ihr siebenjähriger Sohn wurden dabei schwer am Kopf verletzt, Lebensgefahr bestand jedoch keine. Der vierjährige Sohn blieb unverletzt. Rettungskräfte brachten alle drei ins Krankenhaus nach Plauen. Die Autobahn musste in Richtung Norden für rund zwei Stunden voll gesperrt werden. Der Sachschaden beträgt rund 20.000 Euro.

Sportwagen mit Sommerreifen überschlägt sich

Ebenfalls am Freitagabend hat sich ein Mann mit seinem Sportwagen auf der winterlichen Fahrbahn der Autobahn A70 nahe Bamberg überschlagen. Dabei entstand ein Sachschaden von etwa 150.000 Euro, teilt die Polizei dem Bayerischen Rundfunk auf Nachfrage mit. Der Fahrer blieb demnach unverletzt.

Bei Stadelhofen sei der Mann mit seinem Porsche bei winterlichen Straßenverhältnissen zunächst ins Schleudern gekommen, überschlug sich dann mit seinem Wagen und blieb neben der rechten Leitplanke abseits der Fahrbahn liegen. Im Zuge der Bergungsarbeiten war die rechte Fahrspur vorübergehend gesperrt. Unfallursache dürfte laut Polizei der Wetterlage nicht angepasste Geschwindigkeit gewesen sein.

Unfall bei Schnee: Auto prallt gegen umgestürzten Baum

Gegen Mitternacht kam es zu einem weiteren Unfall. Bei Viereth im Landkreis Bamberg prallte ein 45-Jähriger mit seinem Auto gegen einen Baum. Dieser habe durch den Schneefall quer auf der Straße gelegen, berichtet die Polizei. Der Mann blieb unverletzt.

Rund eine Stunde zuvor war ein 22 Jahre alter Autofahrer in einer Linkskurve auf der Strecke von Mönchsambach nach Burgebrach im Landkreis Bamberg von der Fahrbahn abgekommen. Er fuhr gegen ein Verkehrsschild, blieb jedoch unverletzt. Der Sachschaden beträgt rund 4.000 Euro.

Geschwindigkeit nicht an Witterungsbedingungen angepasst

Auch im Dienstbereich der Polizei Münchberg habe es in der Nacht zum Samstag mehrere Unfälle aufgrund des neuerlichen Wintereinbruchs gegeben. Die Gründe für die Unfälle seien meist ähnlich: nicht an die Witterung angepasste Geschwindigkeit.

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