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Schneebruch: Lebensgefahr in Wäldern | BR24

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Der Leiter der Staatsforsten Bad Tölz warnt vor gefährlicher Schneelage im Wald.

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Schneebruch: Lebensgefahr in Wäldern

Aufgrund des nassen Schnees besteht in Wäldern in Südbayern erhöhte Gefahr von Schneebruch. Ein Aufenhalt in solchen Gebieten kann sogar das Leben kosten. Am Sonntag war ein Skitourengeher am Blomberg von einem Baum erschlagen worden.

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Vor allem in Höhenlagen zwischen 700 und 1.000 Metern ist übers Wochenende sehr nasser Schnee gefallen. Dieser schwere Schnee macht nicht nur das Schneeschaufeln zum Kraftakt, sondern ist auch eine schwere Last für Nadelbäume.

Förster: In den nächsten Tagen nicht in den Wald gehen!

So liegen in den Wäldern rund um den Blomberg im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zwischen 20 und 30 Zentimeter Schnee auf Ästen von Fichten und Tannen. Ab einer gewissen Last brechen Ästen und ganze Gipfel ab, sagt Rudolf Plochmann, Leiter der Staatsforsten Bad Tölz. "Es ist momentan in dieser Höhenlage extrem gefährlich, in den Wald zu gehen. Ich kann nur jedem raten, das in den nächsten Tagen nicht zu tun - vor allem Dingen vor dem Hintergrund, dass bis zum Wochenende noch mal dieselbe Menge prognostiziert ist, die wir am Wochenende bekommen haben", so Plochmann.

Schneebruch kostet 44-jährigem Penzberger das Leben

Plochmann hat die Förster in seinem Dienstbereich per Mail angewiesen, diesen Bereich zu meiden. Am Sonntag ist am Blomberg ein 44-jähriger Skitourengeher aus Penzberg von einem abgebrochenen Baumgipfel erschlagen worden. Als Ursache des Unglücksfalls vermutet die Polizei die hohe Schneelast auf einer Fichte unterhalb des Blomberg-Gipfels.

Traunstein: Loipe, Park und Waldfriedhof gesperrt

Im Chiemgau wurde die Tobias-Angerer-Loipe bei Siegsdorf aus Sorge vor Schneebruch gesperrt. Die Loipe wird vorläufig nicht gespurt. Auch der Traunsteiner Waldfriedhof ist wegen akuter Gefahr durch Schneebruch bis auf Weiteres komplett gesperrt. Die Stadt Traunstein bittet außerdem darum, die städtischen Parkanlagen aus Sicherheitsgründen nicht zu betreten. Möglicherweise wird die Langlaufloipe auf dem Hochberg gesperrt.

Aus Sorge vor abbrechenden Ästen war in Lindau die Entscheidung getroffen worden, die Schule am Montag ausfallen zu lassen. Es sei nicht zu verantworten, die Kinder auf den Schulweg zu schicken, sagte Oberbürgermeister Gerhard Ecker.

Kein Schiff kommt am Königssee

Wegen akuter Schneebruchgefahr warnt auch die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden vor dem Betreten der Wälder im Nationalpark in den kommenden Tagen. Bei Unternehmungen im Gelände müsse auch unbedingt der Lawinenwarnbericht beachtet werden, so die Verwaltung.

Im Nationalpark sind derzeit die Forststraße zur Eckau-Alm sowie die Gotzenstraße wegen Lawinengefahr gesperrt. Die Nationalpark-Gemeinden informieren auf ihren Webseiten über mögliche Sperrungen im jeweiligen Gemeindegebiet. Die Schifffahrt am Königssee ist bis einschließlich Freitag eingestellt.

Sowohl im Allgäu als in Oberbayern sind etliche Straßen gesperrt, weil Bäume drohen umzustürzen oder schon umgestürzt sind - so im Oberallgäu die Kreisstraße OA11 zwischen Bodelsberg und Ochsenhof. Auch die Bahn kämpft auf mehreren Strecken mit Bäumen, die auf Gleisen liegen.

Bayerischer Wald: in Hochlagen kaum Schneebruch, weil kein Regen

Im Bayerischen Wald haben die Verantwortlichen noch keinen Überblick, ob es viel Schneebruch gab. Jürgen Völkl, Leiter des Forstbetriebs Bodenmais, rechnet damit, dass es in Hochlagen über 800 Meter wahrscheinlich wenig Probleme gibt. Dort habe es nicht geregnet. Der Neuschnee sei also trocken geblieben und nicht so schwer. In den niedrigeren Lagen zwischen 300 und 600 Meter, zum Beispiel im Raum Deggendorf, könne es allerdings Schneebruch geben.

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Gefahr durch Schneebruch: BR-Reporter Martin Breitkopf im Gespräch.