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Schnee und kein Ende: Der Winter hat Bayern weiter im Griff | BR24

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So sieht er aus, der Winter in Bayern. Lawinengefahr hoch, Straßen und Bahnstrecken gesperrt, Unterricht abgesagt. Auch heute ist wenig Entspannung in Sicht, weder in Berchtesgaden noch in Miesbach und Jachenau.

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Schnee und kein Ende: Der Winter hat Bayern weiter im Griff

Nach dem Landkreis Miesbach hat auch das Berchtesgadener Land für den südlichen Landkreis den Katastrophenfall ausgerufen, die Bundeswehr muss helfen. Bayernweit sind immer mehr Schulen geschlossen - und in München jetzt auch die Friedhöfe.

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Im Markt Berchtesgaden spitzt sich die Lage nach starken Schneefällen in der Nacht zu. Nach Auskunft von Bürgermeister Franz Rasp brechen immer mehr Bäume unter der Schneelast zusammen. Es ist auch zunehmend fraglich, ob die Hausdächer den Massen noch Stand halten können. Daher sollen in den kommenden Tagen alle gemeindeeigenen Dächer geräumt werden.

Rund 350 Menschen sitzen in Berchtesgaden fest

Wie schon vor drei Tagen Miesbach hat das Landratsamt hier den Katastrophenfall ausgerufen. Die Behörde übernimmt nun die Einsatzkoordination der verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen. In einem Ortsteil von Berchtesgaden ist die einzige Zufahrtsstraße nur von Militärfahrzeugen der Bundeswehr befahrbar; rund 350 Menschen sitzen dort fest.

Wegen der starken Schneefälle haben immer mehr Schüler in Bayern schulfrei. Morgen fällt in 18 Landkreisen in Oberbayern und Schwaben flächendeckend der Unterricht aus - unter anderem im Landkreis München, Oberallgäu, Landsberg und Altötting; stündlich kommen weitere hinzu.

Viele Zugstrecken im Alpenvorland komplett gesperrt

Der Zugverkehr ist stark eingeschränkt, vor allem in Südbayern. Viele Strecken im Alpenvorland sind komplett gesperrt, etwa in den Landkreisen Traunstein, Miesbach und Garmisch-Partenkirchen. Die bayerische Oberlandbahn hat sowohl den Zug- als auch den Schienenersatzverkehr im Oberland eingestellt.

Aufgrund eines umgestürzten Baumes im Gleis kommt es zwischen Penzberg und Bichl zu Beeinträchtigungen. Der Streckenabschnitt Penzberg bis Bichl bleibt bis auf weiteres gesperrt. Die Züge aus Richtung Tutzing verkehren bis Penzberg und enden dort vorzeitig. Die Züge aus Richtung Kochel verkehren bis Bichl und enden vorzeitig. Ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. Die Beeinträchtigungen dauern voraussichtlich bis einschließlich Freitag, meldete die Deutsche Bahn am Donnerstagabend.

Friedhöfe in München geschlossen

Auch in und um München sorgen die hohen Schneelasten für Besorgnis. Die Stadt München hat nun die städtischen Friedhöfe bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. Die Stadt spricht von einer "reinen Vorsichtsmaßnahme", falls unvorhergesehen Äste abbrechen und Bäume umstürzen sollten. Alle vereinbarten Beisetzungen fänden aber wie geplant statt. Und im Landkreis Fürstenfeldbruck sind ab sofort alle Turnhallen gesperrt.

Die Lage auf vielen Straßen im Freistaat bleibt ebenfalls angespannt. Es schneit weiterhin, auch Schneeverwehungen sind möglich. Aufgrund der glatten Straßen bleiben viele Fahrzeuge an Steigungen stecken, auf den Autobahnen kommt es immer wieder zu langen Staus. Vor allem im südlichen Oberbayern kamen und kommen viele Fahrzeuge ins Schlingern und Rutschen - eine Polizeisprecherin schätzte die Zahl der Unfälle allein in der vergangenen Nacht auf bis zu 100.

Räumfahrzeuge im Dauereinsatz

Im nördlichen Oberbayern und in Niederbayern blieben einige Fahrzeuge, vor allem Lastwagen, an Steigungen liegen. Auf den Autobahnen und in den Städten kommen die Räumfahrzeuge kaum hinterher.

Besonders hart traf es Autofahrer über Nacht auf der A72 bei Hof, sie mussten die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen. Starke Schneefälle und Glatteis hatten massive Behinderungen verursacht. Der Verkehr staute sich laut Polizei gut 20 Kilometer. Ein Lastwagen war am Dreieck Vogtland in Sachsen ins Schleudern geraten und hatte sich quergestellt. Daraufhin kam es zu einer Kettenreaktion mit etlichen Unfällen auf fränkischer und sächsischer Seite.

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Etliche Autofahrer mussten über Nacht auf der A72 bei Hof ausharren. Starke Schneefälle sorgen und Glatteis sorgten dort für massive Behinderungen.

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Großraum München: Im Schneckentempo zur Arbeit

In der Gemeinde Pullach im Isartal wurde vorübergehend ein Hallenbad geschlossen. Die Schneelastmessung gestern habe ergeben, dass etwa dreiviertel der erlaubten Schneemenge pro Quadratmeter erreicht waren. Das Bad werde wieder geöffnet, sobald das Dach geräumt ist. Auch der Friedhof wurde gesperrt, es könne bei den Bäumen jederzeit zu Schneebruch kommen.

Zweithöchste Lawinenwarnstufe

Seit Tagen schneit es vor allem im Alpenraum stark. Dort gilt auch heute die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Deswegen sind einige Bergbahnen wie die Nebelhornbahn und die Fellhornbahn im Oberallgäu nicht in Betrieb.

Der Schneefall soll aber nachlassen, die Lawinensituation dürfte sich dann in den nächsten Tagen etwas entspannen. Skitouren und Abfahrten abseits gesicherter Pisten sollte dennoch nur unternehmen, wer die Lawinenlage wirklich beurteilen kann. Aufgrund der Gefahr von Schneebruch sollten Wälder in schneereichen Regionen gemieden werden.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist bis mindestens Mitte nächster Woche vor allem im Alpenraum mit Schnee zu rechnen. Eine aktuelle Unwetterwarnung wegen heftiger Schneefälle gilt bis Freitag.

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Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp zum Katastrophenfall

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Schnee in Pfaffenhofen.

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