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Bildrechte: BR Bild/dpa/Peter Kneffel

Polizei meldet 17 Autobahnunfälle innerhalb von 24 Stunden

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Schnee und Glatteis: Viele Unfälle in Bayern

Neuschnee und glatte Fahrbahnen haben am Sonntagabend und in der Nacht zu Montag in Bayern zu zahlreichen Unfällen geführt - vor allem in Oberbayern. Allein die Polizei Fürstenfeldbruck zählte 17 Unfälle mit mehreren Verletzten binnen 24 Stunden.

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Von
  • Kathrin Kolb
  • Ines Schneider

Rutschige Straßen und Neuschnee haben den Autofahrern in Oberbayern auch letzte Nacht große Probleme bereitet. Besonders betroffen: Der Landkreis Fürstenfeldbruck. Insgesamt zählte die Polizei dort 17 Unfälle mit acht Leicht- und einem Schwerverletzten innerhalb von 24 Stunden.

Schwerpunkt: Die Stuttgarter Autobahn

Auf der A8 passierten allein zwischen den Anschlussstellen Odelzhausen und Sulzemoos vier Unfälle. Einen Schwerverletzten gab es um kurz vor Mitternacht am Dreieck Eschenried. Ein Sattelzug war auf der glatten Straße ins Schleudern geraten und in den Fahrbahnteiler gekracht - die Zugmaschine blieb quer auf der Fahrbahn stehen. Der Fahrer musste von den Rettungskräften verletzt aus seinem Führerhaus geborgen werden; die A8 in Richtung München und die A99 in Richtung Salzburg waren deswegen bis in die Morgenstunden gesperrt.

Unfälle auch schon am frühen Abend

Bereits zuvor hatte es in dem Bereich mehrfach gekracht. Eine Autofahrerin verlor auf der matschigen Fahrbahn die Kontrolle über ihren Wagen und schleuderte über alle Spuren. Ein von hinten kommender PKW-Fahrer konnte nicht rechtzeitig ausweichen und stieß mit dem Wagen der Frau zusammen. Beide wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Kurze Zeit spätere rutschte ein Fahrzeug in eine Böschung am Straßenrand. Als daraufhin mehrere Autos die Spur wechseln wollte, krachte es wieder. Für mehr als eine Stunde war im Bereich der Unfallstelle nur eine Fahrbahn in Richtung Stuttgart frei.

Blechschäden ohne große Behinderungen in weiteren Landkreisen

Auch auf der A99 bei Germering und der A96 bei Gilching kam es zu zahlreichen Unfällen - jedoch nur mit Blechschäden und ohne große Staus. In weiteren Regionen Bayerns zählte die Polizei bis zum frühen Montagmorgen "sehr wenige bis gar keine Unfälle". Hier und da habe es ein paar Autos gegeben, die von der Fahrbahn gerutscht seien - Verletzte habe es jedoch nicht gegeben.

Behinderungen auch bei der Bahn

Der Zugverkehr musste am Wochenende besonders im Allgäu streckenweise unterbrochen werden. Wegen des dichten und lang anhaltenden Schneefalls kam es zu Weichenstörungen. Im Oberland war die Strecke München - Mittenwald betroffen. Wegen Bäumen, die unter der Schneelast zusammengebrochen und auf die Gleise gestürzt waren, musste der Streckenabschnitt Mittenwald - Garmisch-Partenkirchen gesperrt werden. Reisende mussten auf Busse umsteigen und längere Fahrzeiten in Kauf nehmen.

Wie geht's weiter mit dem Winter ?

Ein paar leichte Schauer ziehen heute durch, meistens Schnee, hier und da aber auch Regen. Denn es ist milder geworden.

"Der Westwind wird heute noch auffrischen. Und den Schnee nachmittags eher in die Osthälfte Bayerns schieben. Morgen kommt neuer Schnee auf, der dann im Laufe des Tages bei Temperaturen um 4 Grad plus immer öfter in Schneeregen und Regen übergeht. Im Süden gibt’s eine Schneepause mit etwas Sonne in den Alpen. Ab Mittwoch wird’s bayernweit freundlicher und noch etwas wärmer." Kathrin Kolb, BR-Wetterteam

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