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Schnee-Sperrung im Bayerwald: Scharfe Kritik an der Bahn | BR24

© pa/dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Seit mehr als einer Woche stehen die Züge der Waldbahn still: Das müsste nicht sein, kritisieren die Betreiber

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    Schnee-Sperrung im Bayerwald: Scharfe Kritik an der Bahn

    Seit mehr als einer Woche legt der Winter den Verkehr auf der Waldbahn im Bayerischen Wald lahm. Jetzt gibt es scharfe Kritik an der Deutschen Bahn: Sie hat angeblich die Räumkräfte abgezogen.

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    Wegen der tagelangen, witterungsbedingten Sperrung von Bahnstrecken im Bayerischen Wald gibt es jetzt scharfe Kritik an der Deutschen Bahn. Im Netz der "Waldbahn" habe die für die Infrastruktur zuständige DB Netz alle Kräfte abgezogen und die Räumung aufgegeben, kritisiert ein Sprecher des privaten Bahnunternehmens "Länderbahn", das auch die Waldbahn betreibt. Außerdem kritisiert der Sprecher die fehlende oder nicht verfügbare Räumtechnik.

    Ab Zwiesel geht nichts mehr

    Aus diesem Grund habe die "Waldbahn" an der sogenannten Zwieseler Spinne den Bahnverkehr in allen Richtungen einstellen müssen. Von Zwiesel aus fährt die Waldbahn sonst nach Bodenmais, Bayerisch Eisenstein und Grafenau.

    Pflegt DB Netz die Strecken nicht genügend?

    Eine Vielzahl von Sperrungen hätte auch vermieden werden können, wenn die DB Netz in der schneefreien Zeit die Bäume und Sträucher entlang der Zugstrecken besser pflegen würden, kritisierte Länderbahn-Geschäftsführer Wolfgang Pollety.

    Das Waldbahnnetz ist mit Unterbrechungen seit mehr als einer Woche gesperrt. An vielen Stellen drohen Bäume unter der Schneelast umzustürzen.

    Länderbahn-Strecke ist freigeräumt worden

    Dagegen ist der Verkehr auf der Waldbahn-Linie Gotteszell-Viechtach am Dienstagabend nach mehrtägiger Sperrung wieder aufgenommen worden. Das teilte die Länderbahn mit. Um 16:37 Uhr startet der erste Zug von Viechtach. Sägetrupps hatten die Strecke in den vergangenen drei Tagen freigeräumt. Der Streckenabschnitt Gotteszell-Viechtach wird im Gegensatz zu den übrigen Bahnstrecken im Bayerischen Wald nicht von der DB Netz, sondern von der Länderbahn bewirtschaftet.

    Viele Loipen und Wanderwege gesperrt

    Wegen der Schneelage gibt es im Bayerischen Wald weiterhin Verkehrsbehinderungen und Einschränkungen in den Wintersportgebieten. Gesperrt bleibt weiterhin die Staatsstraße von Lohberg zum Arber, wie die Gemeinde Lohberg mitteilt. Im Landkreis Deggendorf ist die Ruselbergstrecke am Dienstagnachmittag nach mehrtägiger Sperrung wieder frei gegeben worden.

    Vielerorts sind wegen der erhöhten Schneebruchgefahr Langlaufloipen, Rodelbahnen und Winterwanderwege gesperrt. Das gilt derzeit unter anderem für die Skigebiete Zellertal, Sankt Englmar, Mitterfirmiansreuth und das Langlaufzentrum Bretterschachten am Arber.

    Bis auf Weiteres gesperrt sind auch die Nationalparkzentren Lusen bei Neuschönau und Falkenstein bei Ludwigsthal. Sie können voraussichtlich Ende der Woche wieder freigegeben werden.