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Schnee-Lage weiter kritisch - Seehofer schickt neue Helfer | BR24

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Bundesinnenminister Horst Seehofer und Innenminister Joachim Herrmann informieren sich in Berchtesgaden über die Lage

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Schnee-Lage weiter kritisch - Seehofer schickt neue Helfer

Bundesinnenminister Seehofer hat sich über die Lage in den tief verschneiten bayerischen Katastrophengebieten informiert. Er entsendet nun weitere Helfer. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor extremem Schneefall in höheren Lagen.

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Nachdem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Samstag und und die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Sonntag die bayerischen Schnee-Gebiete besucht hatten, kam heute auch der Bundesinnenminister: Horst Seehofer (CSU) machte sich gemeinsam mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann ein Bild von dem seit Tagen andauernden Schneechaos in den bayerischen Alpen und besuchte Helfer und Einsatzkräfte in Berchtesgaden und Neukirchen am Teisenberg.

Seehofer dankte den Tausenden Helfern in den bayerischen Schneefallgebieten für ihren Einsatz. Die Menschen leisteten seit Tagen "Übermenschliches".

Seehofer: 230 Bundespolizisten helfen in Schnee-Gebieten

Die Bundespolizei stellt 230 Einsatzkräfte zur Unterstützung der Helfer in den tiefverschneiten Gebieten bereit. Das erklärte Seehofer bei seinem Besuch in Berchtesgaden. "Das ist ein Signal, dass man in einer solchen Situation einfach zusammensteht", sagte er.

In fünf oberbayerischen Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach und Berchtesgadener Land gilt seit Tagen der Katastrophenfall - und der wird wohl zunächst bestehen bleiben.

Massiver Schneefall - Lawinengefahr weiter sehr hoch

In den Alpen ist laut Deutschem Wetterdienst starker Schneefall zu erwarten, oberhalb von tausend Metern in extrem starkem Ausmaß. Es sei gebietsweise bis zu ein Meter Neuschnee zu erwarten. Wegen der bereits jetzt großen Schneehöhen steige durch den Neuschnee die Gefahr von Schneebruch erheblich.

Nach dem Regen und dem Tauwetter vom Wochenende hat sich in den Bergen die Gefahr von Nass- und Gleitschneelawinen erhöht. Für die bayerischen Alpen gilt die zweithöchste Lawinen-Gefahrenstufe 4.

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Schnee in Bayern: Belastungsprobe für Einsatzkräfte

Lawine trifft Hotel in Balderschwang

Im abgeschnittenen Ort Balderschwang (Landkreis Oberallgäu) ist am Montagmorgen ein Hotel von einer etwa 300 Meter breiten Lawine getroffen worden. An dem Gebäude wurden dadurch Fensterscheiben eingedrückt, größere Schneemengen drangen ein. Verletzt wurde niemand; man hatte sich auf mögliche Lawinen vorbereitet. Aus Sicherheitsgründen wurden im Ort insgesamt vier Gebäude evakuiert. Mehrere Schneehänge sollen nun kontrolliert gesprengt werden.

Ein Lawinenabgang südlich von Inzell verschüttete in der Nacht die Bundesstraße 305. Verletzt wurde auch hier niemand.

Schnee lastet schwer auf Dächern

Derzeit sind mehrere tausend Einsatzkräfte dabei, Dächer abzuschaufeln. Feuerwehr- und THW-Kräfte setzen die Prioritäten in enger Absprache mit den Lawinenkommissionen, damit sich die Helfer nicht gefährden, so der Einsatzleiter eines Münchner Kontingents.

Schneefrei in vielen Landkreisen

In Schwaben, Oberbayern und Niederbayern bleiben viele Schulen heute noch aus Sicherheitsgründen geschlossen. In den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Oberallgäu sowie der Stadt Kempten findet bis einschließlich Dienstag kein Unterricht statt. Im Landkreis Traunstein wurde bis mindestens Mittwoch schneefrei gegeben.

Hochgelegene Bahnstrecken bleiben gesperrt

Auch hochgelegene Bahnstrecken sind noch gesperrt, vor allem in den Landkreisen mit besonders viel Schnee, in denen immer noch der Katastrophenfall gilt. So Im Allgäu-Werdenfelsnetz von Garmisch-Partenkirchen, im Berchtesgadener Land und im Oberland südlich von Holzkirchen, im Bereich der Oberlandbahn.

Es gelten die Bahnsperrungen der letzten Tage weiter. Eine neue Sperrung im Westallgäu trifft jetzt auch den Fernverkehr. Wer von München nach Zürich will, muss bis zu einer Stunde mehr einplanen, weil im Allgäu zwischen Oberstaufen und Lindau gesperrt ist und die Bahn Züge umleitet.

Hochwasser: Pegel steigen, erste Überflutungen

Durch die Schmelze der enormen Schneemassen steigt auch die Gefahr von Hochwasser. In der Nacht zu Montag sind mehrere Flüsse und Bäche in Bayern über die Ufer getreten. Besonders betroffen sind Gebiete nördlich der Donau und örtlich auch das Alpenvorland.