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Schnee im Juni – Vorsicht in den Bergen | BR24

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Der heiß ersehnte Sommer ist da - und alle zieht es raus an die Badeseen und auch in die Berge. Dort ist allerdings Vorsicht geboten. Bei Oberammergau hat gestern eine Lawine vier Wanderer mitgerissen. Wie gefährlich ist es derzeit in den Bergen?

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Schnee im Juni – Vorsicht in den Bergen

Der heiß ersehnte Sommer ist da – und alle zieht es raus an die Badeseen und auch in die Berge. Da ist allerdings Vorsicht geboten. Bei Oberammergau hat gestern eine Lawine vier Wanderer mitgerissen. Wie gefährlich ist es tatsächlich in den Bergen?

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Der Lawinenunfall in Oberammergau ereignete sich zwischen dem Laber und dem Ettaler Manndl. Hier soll sich Altschnee gelöst haben. Vier Wanderer wurden von der Lawine mitgerissen – nach inoffiziellen Angaben handelt es sich um eine vierköpfige Familie, die sich zum Glück selbst aus dem Schnee befreien konnte.

DAV warnt vor Gleitschneelawinen

Aktuell liegt in den Bergen immer noch viel Schnee, mehr als sonst um diese Jahreszeit üblich. Sowohl der Lawinenwarndienst Bayern als auch der Deutsche Alpenverein (DAV) warnen vor Nass- und Gleitschneelawinen. Vor allem an nordseitigen Hängen ist Vorsicht geboten, so Stefan Winter, Ressortleiter für Sportentwicklung beim DAV.

"Im Norden ist der Schatten – durch Felswände und grundsätzlich durch die Exposition. Dort haben wir tatsächlich noch bis zu einem Meter Schnee und mehr, vor allem in den Allgäuer Hochalpen, aber auch im Berchtesgadener Hochland und im Karwendel." Stefan Winter, Ressortleiter für Sportentwicklung beim DAV

Sonne löst Lawine aus

Im Falle einer Gleitschneelawine erwärmt die Sonne den Schnee, wenn die Decke entsprechend instabil ist und der Hang steil genug, setzt sie sich von selbst in Bewegung – ganz ohne Auslöser. So kam es auch gestern zu dem Lawinenabgang in Oberammergau.

Schneefelder umgehen, lieber umkehren

Der DAV rät zu umsichtiger Tourenplanung. "In etwa ab der Waldgrenze, also so zwischen 1.600 und 1.800 Metern liegt noch Schnee", so Stefan Winter. "Diese Touren sollte man, wenn man unerfahren ist, meiden". Eine weitere Gefahr stellen nämlich Altschneefelder dar. Sie sind oft hart gefroren und sehr glatt – "und da kann schon wenig Schnee genügen", so Stefan Winter. Er rät dazu, das Schneefeld zu umgehen, wenn dies gefahrlos möglich ist oder umzukehren. Wenn man das Schneefeld trotzdem überquert - dann nur mit der richtigen Technik, das heißt kraftvolle Tritte, bei denen man den Stiefel fest in den Schnee stampft.