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Die neuen tierischen Therapiebegleiter am Bezirkskrankenhaus Passau: Achatschnecken, eine afrikanische Riesenschnecken-Art

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    Schnecken als tierische Therapiehelfer am BKH Passau

    Drei Schnecken sollen als tierische Therapiebegleiter am Bezirkskrankenhaus Passau in der akut-psychiatrischen Station Patienten bei der Genesung helfen. Die afrikanische Riesenschneckenart ist pflegeleicht und soll Achtsamkeit erzeugen.

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    Von
    • Astrid Dachs
    • BR24 Redaktion

    Im Bezirkskrankenhaus Passau gibt es seit kurzem tierische Unterstützung bei der Therapie: Drei Achatschnecken, die im Krankenhaus Heidi, Fred und Bert getauft wurden, unterstützen Patienten bei ihrer Genesung. Studien würden nämlich darauf hinweisen, dass Tiere - auch ohne Fell - positive Effekte hervorrufen können.

    Schnecken lenken ab und geben Struktur

    Der Umgang mit den Riesenschnecken kann beim Abbau von Aggressionen helfen. Soziale Interaktionen werden gefördert und die Beziehungsarbeit gestärkt. Die Beschäftigung mit den Tieren gibt den Patientinnen und Patienten eine Tagesstruktur und wird als Ablenkung erfahren, so die zuständigen Therapeuten. Gleichzeitig wird trainiert, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Das Füttern der Schnecken auf der Hand wird als entspannend empfunden und ist eine gute Achtsamkeitsübung. Unter anderem für Patientinnen und Patienten mit Sinneseinschränkungen sind die Kriechtiere aufgrund ihrer Größe und Langsamkeit auch gut wahrnehmbar.

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    Das Team vom Bezirkskrankenhaus Passau mit dem tierischen Zuwachs: Den Achatschnecken Heidi, Bert und Fred

    Klinik erhofft sich sinnstiftende Erfahrung

    Für viele Patientinnen und Patienten ist die Arbeit mit Riesenschnecken etwas völlig Neues: Die Begegnung mit den tierischen Mitbewohnern soll das Interesse an einem bisher unbekannten Thema wecken und motivieren, sich mit dem Neuartigen zu beschäftigen. Schnecken können unter entsprechend geschaffenen Bedingungen lebenslang Schäden am Haus selbst reparieren und zeige damit deutlich auf, dass jeder etwas zu seinem eigenen Wohl beitragen könne. Eine lehrreiche, sinnstiftende Erfahrung für die Patientinnen und Patienten, so hofft die Klinik.

    Außerdem benötigen die Riesenschnecken wenig Platz, keine Grünflächen im Freien und nur wenig Aufwand von Pflegefachkräften und Therapeuten - was auch für diese Tierart gesprochen habe.

    Positives Fazit für den Therpieeinsatz der Schnecken

    Die Projektarbeit steht kurz vor dem Abschluss. Heidi, Fred und Bert werden aber dauerhaft im Bezirkskrankenhaus Passau verbleiben. Ein erstes Fazit vor Projektabschluss fällt durchwegs positiv aus: Die Achatschnecken erweisen sich als Bereicherung und Bindeglieder, sind pflegeleicht und fördern die Kommunikation sowie die soziale Interaktion, so die Verantwortlichen.

    Achatschnecken sollen im BKH bleiben

    Achatschnecken sind afrikanische Riesenschnecken, die von einem speziellen Züchter stammen. Die Tiere seien ganz eigene Individuen, die sich auch farblich unterscheiden, so das Krankenhaus. Die drei Riesenschnecken leben in einem Terrarium mit Sicherheitsglas auf dem Gelände der Klinik.

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