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Angeklagte im Prozess

Die Verurteilung seiner Mandantin zu lebenslanger Haft wegen Anstiftung zum Mord sei nicht nachvollziehbar, so der Verteidiger der 23-Jährigen, Alexander Seifert. Aus diesem Grund werde das Urteil einer Überprüfung unterzogen.

Anstiftung zum Mord

Dass der Sohn in der Nacht auf den 14. Dezember 2017 seine 66-jährige Mutter und anschließend seinen 70 Jahre alten Vater mit einem Zimmermannshammer erschlagen hatte, sah das Landgericht Nürnberg-Fürth als erwiesen an. Stephanie P. war nach Überzeugung des Gerichts in der Tatnacht zwar nicht im Haus der Eltern des Mannes. Doch habe sie diesen dazu angestiftet. Denn Heirat und Einzug in das Haus habe sie davon abhängig gemacht, "dass die Eltern nicht mehr da" seien, so die Vorsitzende Richterin Barbara Richter-Zeininger in ihrer Urteilsbegründung.

Staatsanwaltschaft verzichtet auf Revision

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth verzichtet dagegen auf eine Revision. Diese hatte in dem Verfahren gefordert, bei dem Angeklagten zusätzlich die besondere Schwere der Schuld festzustellen sowie Sicherungsverwahrung anzuordnen.