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Bildrechte: Tierheim Nürnberg

Das Nürnberger Tierheim kümmert sich derzeit um 100 geschmuggelte Welpen. Die medizinische Versorgung ist teuer und kann ohne Spenden nicht fortgeführt werden. Deswegen hat die Manfred-Roth-Stiftung 20.000 Euro an das Tierheim gespendet.

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Schmuggel-Welpen in Nürnberg: Behandlung kostet 110.000 Euro

Ihr Schicksal bewegte alle Tierfreunde: Die Polizei beschlagnahmte 101 Welpen aus einem illegalen Transport. Die jungen Hunde werden seit einem Monat in Tierheim Nürnberg betreut. Bisher kostet das 110.000 Euro. Das Tierheim braucht Hilfe.

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Von
  • Michael Reiner

Die Quarantäne-Station im Nürnberger Tierheim. Hier werden die 100 geschmuggelten Welpen betreut. Die Tiere haben noch keinen ausreichenden Schutz vor Tollwut. Außer den Mitarbeitern darf hier keiner rein. Eine Hündin aus dem illegalen Transport hat nicht überlebt. Den anderen Hunden aus dem Schmuggel-Transport geht es den Umständen entsprechend schon besser.

Pflegepersonal war rund um die Uhr im Einsatz

"Es befinden sich alle jetzt auf dem Weg der Besserung", sagt Dagmar Wöhrl, die Präsidentin des Tierschutzvereins Nürnberg. Viele Welpen werden wegen schlimmer Darmparasiten behandelt. Außerdem leiden die Tiere unter Augen- und Nasenausfluss und haben Probleme mit ihren Zähnen. Die Pflegerinnen und Pfleger haben rund um die Uhr gearbeitet. "Es ist gelungen, die Kleinen, die in einem erbärmlichen Zustand gewesen sind, wirklich aufzupäppeln", sagt Wöhrl.

Manfred-Roth-Stiftung spendet 20.000 Euro

Diese Betreuung ist teuer. Ohne Spenden kann der Tierschutzverein deshalb seine Aufgaben nicht bewältigen. Die Manfred-Roth-Stiftung, die der Gründer des Norma-Konzerns aus Fürth aufgelegt hat, hilft. Sie unterstützt die Arbeit des Tierheims mit einer Spende von 20.000 Euro. Alleine für die Pflege der 100 Welpen sind bisher rund 110.000 Euro Arztkosten aufgelaufen. Doch nicht nur die Pflege der Schmuggel-Welpen belastet das Tierheim. "Wir bekommen immer mehr ältere und schwer zu vermittelnde", sagt Wöhrl. Die Kosten müsse der Tierschutzverein tragen.

Interessenten können sich in Liste eintragen

Mitte März kamen die beschlagnahmten Welpen ins Tierheim. Seitdem werden die Mitarbeiter dort mit Anrufen von Menschen bombardiert, die einen der Hunde aufnehmen wollen. Das ging so weit, dass die Arbeit im Tierheim massiv behindert wurde, Inzwischen hat sich die Situation etwas verbessert.

In den kommenden Tagen wird das Tierheim auf seiner Facebook-Seite eine Liste veröffentlichen. Hier kann man sein Interesse an der Vermittlung einer der Welpen bekunden. Wann die Tiere dann abgegeben werden können, ist jedoch noch völlig offen.

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