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Polizisten stehen bei einer Hass-Demo gegen den Youtuber "Drachenlord" in Emskirchen.

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    Schluss mit "Drachenlord"-Krawallen: Emskirchen greift durch

    Der Youtuber "Drachenlord" ist eine der umstrittensten Internet-Persönlichkeiten Deutschlands. Immer wieder kamen Menschengruppen zu seinem Haus, um zu randalieren. Das will der Markt Emskirchen nun unterbinden und droht mit drastischen Strafen.

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    Von
    • Florian Deglmann
    • Roland Zimmermann

    Schluss mit der Randale im Markt Emskirchen. Den Verantwortlichen reicht es mit den ständigen Belagerungen beim "Drachenlord", der seit Jahren Internetnutzer gegen sich aufbringt. Die Folge: Menschenscharen von Hatern aus ganz Deutschland statteten dem umstrittenen Youtuber, der in Wirklichkeit Rainer Winkler heißt, regelmäßig Besuche ab, belagerten sein Haus teilweise tagelang. Dabei kam es immer wieder zu Ausschreitungen und körperlichen Auseinandersetzungen rund um das Grundstück Winklers.

    Drachenlord-Randale: Emskirchen erlässt Allgemeinverfügung

    Eine Belastung für die 42 Einwohner des Ortsteils Altschauerberg, wo der Drachenlord ansässig ist. Die Polizei hatte unzählige Male alle Hände voll zu tun. Die Beamten mussten mehrmals wöchentlich "Hater-Demos" auflösen, sagte ein Polizeisprecher dem BR.

    Damit derartige Ausnahmezustände in der kleinen Gemeinde im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Zukunft ausbleiben, hat der Markt Emskirchen eine Allgemeinverfügung erlassen. Die Regelung tritt am Dienstag in Kraft und gilt für den Ortsteil Altschauerberg. Verboten sind mit der Verfügung ab sofort unter anderem Lärmbelästigung, Feuerwerkskörper und andere pyrotechnische Gegenstände sowie Wurfgeschosse.

    Versammlungs- und Betretungsverbot für Hater

    Außerdem dürfen sich innerhalb des Geltungsbereichs nicht mehr als acht Personen versammeln. In der Vergangenheit waren häufig mehr als 100 Menschen dort zusammengekommen.

    Wer in den vergangenen drei Jahren einen Platzverweis in Altschauerberg erhalten hat, darf den Ort laut der neuen Verordnung jetzt nicht mehr betreten. Verstöße gegen diese Anordnungen können von nun an als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, heißt es. Dabei könnten Geldbußen bis zu 1.000 Euro fällig werden.

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