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Schloss Neuschwanstein: Der Start des neuen "Schlossherrn" | BR24

© BR/Waldmüller

Das weltberühmte Schloss Neuschwanstein hat einen neuen "Schlossherren": Christian Luksch. An Herausforderungen mangelt es ihm nicht - Generalsanierung, während die Besucher weiterhin das Schloss besichtigen, dazu Corona.

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Schloss Neuschwanstein: Der Start des neuen "Schlossherrn"

König Ludwigs Märchenschloss Neuschwanstein, der weltberühmte Touristenmagnet, hat einen neuen Verwalter: Das Zepter schwingt jetzt Christian Luksch, ein Verwaltungsexperte aus Regensburg. An Herausforderungen mangelt es ihm nicht.

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Er ist der neue Mann in Schloss Neuschwanstein: Christian Luksch, 52 Jahre alt. Seit 1. August leitet er als Verwalter die Geschicke einer der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Übernommen hat er die Aufgabe unter schwierigen Umständen.

Generalsanierung - die Führungen laufen weiter

Zum ersten Mal seit seinem Bau vor rund 150 Jahren wird das Schloss Neuschwanstein derzeit generalsaniert. Gemälde und andere Kunstgegenstände werden aufwendig restauriert. Um Räume und Gegenstände vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen, werden während der Sanierung Lüftungsanlagen und Lichtschutzvorrichtungen eingebaut. Die Arbeiten laufen voraussichtlich noch bis 2023. Währenddessen muss der Führungsbetrieb aber reibungslos weiterlaufen. Zusätzlich wirbelt Corona vieles durcheinander. Der Besucherstrom ist gedrosselt auf zehn Prozent des üblichen Andrangs, es gelten strikte Hygiene-Regeln.

Prachtvoller Arbeitsplatz

Von seinem Büro aus, das direkt im Schloss liegt, managt Christian Luksch mit 40 Mitarbeitern den gesamten Betrieb der weltbekannten Sehenswürdigkeit, die in normalen Zeiten 1,5 Millionen Besucher zählt. "Sehr spannend und sehr aufregend" - so beschreibt Christian Luksch seine ersten Arbeitswochen. Davor war Luksch als Verwaltungsleiter einer großen Berufsschule in Regensburg tätig und dort eine eher nüchterne Umgebung gewohnt. Die allgegenwärtige Pracht seines neuen Arbeitsplatzes ist etwas ganz Neues für ihn: "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde: Das ist nicht gewöhnungsbedürftig. Aber ich gewöhne mich sehr gerne daran", sagt Luksch schmunzelnd.

Hoher Besuch im Schloss

Kaum im Amt, durfte Christian Luksch im Schloss bereits Königliche Hoheiten und den Finanzminister begrüßen, der den frisch renovierten Sängersaal besichtigen wollte. Für den 52-Jährigen ist seine neue Aufgabe ein Traumjob: "Ich bereue es bisher an keinem Tag, die Wahl getroffen zu haben."

Herausfordernde Ziele

Seine Familie, die nach wie vor in Regensburg lebt, sieht der 52-Jährige jetzt nur noch am Wochenende. Der Beruf als Chef im Märchenschloss hat eben auch so seinen Preis: "Es sind lange Arbeitstage. Aber ich komme jeden Tag mit einer Vorfreude hier hoch zum Schloss", sagt Christian Luksch. Als seine wichtigsten Ziele nennt der neue Schlossverwalter, die laufende Sanierung zu einem guten Ende zu bringen und für seine rund 40 Mitarbeiter ein gutes Arbeitsklima zu schaffen.