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Schlittenfahren in Corona-Zeiten: Das müssen Sie beachten | BR24

© BR/Zara Kroiß

Die Wintersportler setzen in diesem Winter vermehrt aufs Schlittenfahren. Hierbei gibt es einiges zu beachten.

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Schlittenfahren in Corona-Zeiten: Das müssen Sie beachten

Da die Lifte in diesem Jahr nicht fahren, ist Ski- und Snowboardfahren derzeit nicht möglich. Die Wintersportler setzen deshalb vermehrt aufs Schlittenfahren. Aber auch hier gibt es Corona-Regeln zu beachten.

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Von
  • Zara Kroiß
  • BR24 Redaktion

Es liegt Schnee, es ist Winter, es herrscht Lockdown. Warum also nicht mit der Familie zum Schlittenfahren raus? Problematisch wird es nur dann, wenn viele Menschen in der Oberpfalz diese Idee haben. So wie zum Beispiel vergangenes Wochenende bei einem Schlittenhang bei Pentling im Landkreis Regensburg, wo sich rund 200 Wintersportler tummelten. Hier musste sogar die Polizei durchgreifen.

Verstoß gegen Kontaktbeschränkungen: 250 Euro

Generell ist Sport und Bewegung - und damit auch Schlittenfahren - an der frischen Luft erlaubt. Die Polizei bittet aber darum, vielbesuchte Hügel zu meiden und notfalls, bei großen Menschenansammlungen, eine Maske zu tragen. Auch auf die verschärften Kontaktbeschränkungen sei zu achten. Ein Hausstand mit einer weiteren Person ist erlaubt, Kinder unter drei Jahren zählen nicht dazu. Bei Nichteinhaltung droht eine Anzeige und eine Geldbuße in Höhe von 250 Euro, so ein Polizeisprecher.

Virologe: Geringe Ansteckungsgefahr bei Schlittenfahrt

Auch der Regensburger Infektiologe Bernd Salzberger sieht beim Schlittenfahren dann Probleme, wenn sich mehrere Familien begegnen. Als Beispiel nennt er einen Schlittenunfall, bei dem zwei Familien aufeinander treffen könnten: "Zwei Familien kugeln sich im Schnee, fangen an zu lachen, fangen an zu brüllen. Das könnte gefährlich sein." Ansonsten sei laut Salzberger die Chance, sich beim Schlittenfahren mit Corona anzustecken, gering: "Wenn da ein Abstand ist im Freien, da passiert in der Regel nicht viel. Wenn man nicht so brüllt, dass Tröpfchen rüberfliegen von einer Gruppe auf die andere, dann ist es relativ harmlos."

15 Kilometer Radius beachten

Da es sich beim Schlittenfahren um einen touristischen Ausflug handelt, gilt zusätzlich die 15 Kilometer-Regel für Hotspots. Wintersportler, die in Orten wohnen, wo eine 7-Tage Inzidenz von über 200 Fällen pro 100.000 Einwohner herrscht, müssen sich einen Schlittenhügel innerhalb von 15 Kilometer ab der Gemeindegrenze suchen.

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