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Schleuser-Prozess: Mit Krankenhaus-Visum zum Asylantrag? | BR24

© BR/Moritz Steinbacher

Drei mutmaßliche Schleuser sollen Iraker als medizinische Notfälle ausgegeben und sie mittels gefälschten Krankenhaus-Visa nach Deutschland geschleust haben - der erste Kontakt lief wohl über Facebook. In München beginnt heute der Prozess.

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Schleuser-Prozess: Mit Krankenhaus-Visum zum Asylantrag?

Drei mutmaßliche Schleuser sollen Iraker als medizinische Notfälle ausgegeben und sie mittels gefälschten Krankenhaus-Visa nach Deutschland geschleust haben - der erste Kontakt lief wohl über Facebook. In München beginnt heute der Prozess.

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Die drei mutmaßlichen Schleuser sollen mindestens elf Menschen zwischen 2015 und 2017 illegal aus dem Irak nach Deutschland gebracht haben. Der Trick: Die Schleuser gaben die Iraker als krank aus und organisierten fiktive Einladungen zu medizinischen Behandlungen, so die Staatsanwaltschaft. Damit erschlichen sie bei der Deutschen Botschaft im Irak spezielle Visa.

Erstkontakt über Facebook

Bestätigungen, die die Deutsche Botschaft im Irak zusätzlich verlangte, sollen die mutmaßlichen Schleuser ebenfalls gefälscht haben. Die Ermittler sind überzeugt, dass mit diesen Visa die Menschen dann aus dem Irak nach Deutschland geschleust wurden, um hier Asyl zu beantragen. Laut Staatsanwaltschaft knüpften die drei Männer über Facebook Kontakte zu ihren Kunden.

Bis zu 12.000 Euro pro Schleusung

Für die Schleusungen sollen die Angeklagten zwischen 1.700 und 12.000 Euro verlangt haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe insgesamt rund 80.000 Euro eingenommen hat. Das Verfahren beginnt heute Mittag am Landgericht München I.