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Ab kommender Woche muss sich der angeklagte Spediteur vor Gericht verantworten. Es geht um die Schleusung von 45 Menschen.
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Uli Scherr
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Ab kommender Woche muss sich der angeklagte Spediteur vor Gericht verantworten. Es geht um die Schleusung von 45 Menschen.

Im März 2018 wurden auf der Ladefläche eines Lkw 45 Menschen nach Niederbayern geschleust. Es gab mehrere Verletzte. Ab kommender Woche muss sich der mutmaßliche Organisator der Schleusung in Passau vor Gericht verantworten. Der Prozess beginnt am 13. Dezember, wie das Landgericht Passau mitteilt. Der Fahrer des Lkw ist in einem ersten Prozess bereits zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Lebensgefährlicher Transport

Die 45 Menschen aus Syrien, dem Irak, dem Iran und Somalia wurden im mit Holzpaletten beladenen Laderaum eines Lkw aus Rumänien nach Deutschland gebracht. Die Fahrt soll 20 Stunden gedauert haben. Bei einer Bremsung verrutschten die Paletten, dabei wurden mehrere Flüchtlinge verletzt. Nahe Schmidham in Niederbayern soll der Fahrer seine Passagiere dann bei Temperaturen von bis zu minus acht Grad in einem Wald ausgesetzt haben. Die Menschen wurden später von Polizisten mit Suchhunden gefunden.

Prozess in Passau

Der angeklagte Spediteur aus Baden-Württemberg muss sich jetzt unter anderem wegen gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern verantworten. Für den Prozess hat das Landgericht Passau zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt.