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Ein 33 Jahre alter gebürtiger Iraker muss sich vor dem Landgericht Landshut wegen gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern verantworten.

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Schleuser-Prozess in Landshut: Angeklagter schweigt

Weil er geholfen haben soll, einige hundert Menschen illegal über die österreichisch-bayerische Grenze einzuschleusen, muss sich ein gebürtiger Iraker vor dem Landgericht Landshut verantworten. Zum Auftakt schwieg der 33-Jährige.

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Von
  • Harald Mitterer
  • BR24 Redaktion

Einem 33 Jahre alten gebürtigen Iraker wird vorgeworfen, einige hundert Menschen illegal über die österreichisch-bayerische Grenze nach Deutschland eingeschleust zu haben. Die Geschleusten wurden teilweise 30 Stunden und mehr auf Ladeflächen von Lastern versteckt. Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Landshut schwieg der Angeklagte.

Angeklagter soll zu internationaler Schleuserbande gehören

Der in U-Haft sitzende Mann ist wegen gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern angeklagt. Für die Staatsanwältin steht fest: Der 33- Jährige war Teil einer großen internationalen Schleuserbande, die in sozialen Netzwerken Kunden angeworben hat, um sie gegen Geld illegal nach Deutschland zu bringen.

Geschleuste zahlten mutmaßlich viel Geld

In der Anklage wurden elf große Schleusungen aufgelistet, bei denen rund 200 Erwachsene und Kinder illegal nach Deutschland gebracht wurden. 30 Stunden und mehr mussten die Geschleusten versteckt zwischen der Fracht auf Lastern aushalten und wurden dann meist im niederbayerisch-oberösterreichischen Grenzgebiet zwischen Passau, Pfarrkirchen und Simbach am Inn im Kreis Rottal-Inn ausgesetzt. Die Geschleusten bezahlten nach Zeugenangaben in der Regel zwischen 5.000 und 10.000 Euro für die illegale Fahrt nach Deutschland.

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