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Bildrechte: Bundespolizei

Auflieger des Lkw, in dem die Migranten transportiert wurden

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    Schleuser-Fahrt: Drei Tage in Kälte und mit wenig Essen

    Kaum Essen und Trinken, Kälte und kein Halt auf der Ladung - so mussten drei Afghanen drei Tage in einem Lkw-Auflieger durchstehen. Als der Lkw am Montag im Landkreis Rosenheim entladen werden sollte, sprangen die jungen Migranten vom Auflieger.

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    Von
    • Martin Binder
    • Matthias Lauer

    Es war eine höchst gefährliche Etappe von Rumänien nach Deutschland, die am Montag in Thansau im Landkreis Rosenheim zu Ende war. Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizei Rosenheim hatten kriminelle Schleuser die dreitägige Fahrt organisiert. Für die gesamte Schleusung, die in Afghanistan ihren Ausgangspunkt hatte, mussten drei Migranten eigenen Angaben zufolge an Hintermänner insgesamt 18.500 Euro zahlen.

    Blinde Passagiere: Nur Kekse, Wasser, keine Toilette

    Der bulgarische Lkw-Fahrer wusste offenbar nicht, dass er in seinem Anhänger auch "blinde Passagiere" transportierte. Erst als er auf einem Firmengelände in Thansau die Plane zum Abladen zur Seite zog, bemerkte er die drei Menschen. Sie gaben an, dass sie sich während der dreitägigen Fahrt nur von Keksen und Wasser ernährt hätten. Für ihre Notdurft standen ihnen lediglich die geleerten Wasserflaschen zur Verfügung.

    Jugendheim Rosenheim betreut minderjährige Afghanen

    Die beiden minderjährigen Migranten wurden in Rosenheim der Obhut des zuständigen Jugendamtes anvertraut. Ein 23-Jähriger war, wie sich bei Nachforschungen der Bundespolizei herausgestellt hat, in der Vergangenheit bereits von rumänischen Behörden registriert worden. Daher wird er voraussichtlich schon bald nach Rumänien zurückgeschoben, so die Bundespolizei in Rosenheim.

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