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Schleppender Start im Prozess um Augsburger Prostituiertenmord | BR24

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© BR/Barbara Leinfelder

Das Verfahren im Augsburger Prostituiertenmord ist vor dem Augsburger Landgericht eröffnet worden. Der Mord an einer 36-Jährigen liegt 25 Jahre zurück. Heute ging es vor Gericht aber zunächst um eine Vergewaltigung vor einem Jahr.

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Schleppender Start im Prozess um Augsburger Prostituiertenmord

Das Verfahren im Augsburger Prostituiertenmord ist heute vor dem Augsburger Landgericht eröffnet worden. Der Mord an einer 36-Jährigen liegt 25 Jahre zurück. Heute ging es vor Gericht aber zunächst um eine Vergewaltigung vor einem Jahr.

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Im Gerichtssaal des Augsburger Landgerichts sitzt heute ein 50-Jähriger aus Augsburg, ein schmaler Mann mit dunkelblonden Haren, grauem Pulli und Jeans. Während der Verlesung der Anklageschrift sinkt er auf der Anklagebank zusammen, schüttelt ab und zu den Kopf.

Mord liegt bereits 25 Jahre zurück

Der Mord, über den das Gericht zu urteilen hat, liegt 25 Jahre zurück. Im September 1993 suchte der Angeklagte die damals 36-jährige Prostituierte Angelika B. an ihrem Standplatz auf, so die Staatsanwaltschaft. Er habe vielfach Kontakt zu Prostituierten gepflegt. Daher habe er gewusst, dass er nicht zum Ziel seines Vorhabens kommen würde, solange die Frau bei Bewusstsein war.

Tochter des Mordopfers wünscht sich Aufklärung

Er habe sie daher mehrfach mit einem 22 Zentimeter langen Möbelfuß aus Holz auf den Kopf geschlagen und die Frau mit dem Holzteil penetriert und sie später erwürgt. Der Beschuldigte sei außerdem auf das Geld von Angelika B. aus gewesen, so die Anklage, die Staatsanwältin Martina Neuhierl vor Gericht verliest. Zum heutigen Verfahrensauftakt sitzt auch die Tochter des Mordopfers Angelika B. im Zuschauerraum. Sie hoffe auf die Aufklärung des Falls, sagte sie dem BR.

42-Jährige sagt zu Vergewaltigung aus

Vorgeworfen wird dem Mann außerdem die Vergewaltigung einer Bekannten im Jahr 2017. Das Gericht hat dazu heute den Mitschnitt einer umfangreichen Telefonüberwachung vorgespielt. Der Angeklagte wird auf der Aufnahme mit den Vorwürfen der Frau konfrontiert, streitet die Tat aber ab. Die 42-Jährige ist heute auch als Zeugin geladen.

Im Bezirkskrankenhaus Augsburg habe sie den Mann bei einer Drogensubstitution kennengelernt, gibt die Frau zu Protokoll. Vor allen Zuhörern will sie zunächst keine Aussagen machen, berichtet dann aber doch davon, wie sie der Angeklagte sexuell missbraucht habe. Der Angeklagte habe danach im Trinker- und Drogenmilieu am Oberhauser Bahnhof mit der Vergewaltigung geprahlt. Sie selbst sei nach dem Vorfall immer mehr abgerutscht. Am kommenden Montag will das Gericht mit weiteren Vernehmungen zum Mordvorwurf fortfahren. Das Urteil soll dann voraussichtlich im April 2019 fallen.

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Weitere Information zur Verweildauer

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Eine Augsburger Prostituierte wurde 1993 umgebracht, - damals konnte kein Täter verhaftet werden. Dank moderner Forensik wurde ein mutmaßlicher Täter 2017 durch einen DNA-Abgleich ermittelt. Heute beginnt der Prozess.